Jedes vierte Unternehmen schafft neue Stellen für Assistenten

Sven Hennige
Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half. (Foto: Robert Half)

Sven Hennige, Managing Director Germany & Central Europe von Robert Half. (Foto: zvg)

Zürich – Die Jobaussichten für Fachkräfte im kaufmännischen und Assistenzbereich in der Schweiz sind im zweiten Halbjahr 2014 so gut wie selten: 79 % der Betriebe sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden zur Festanstellung. Die positive Dynamik aus dem Vorjahr hat sich damit weiter fortgesetzt. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag des spezialisierten Personaldienstleisters OfficeTeam in der Schweiz, für die 100 Personalmanager befragt wurden.

Die Nachfrage nach Fachkräften im kaufmännischen und Assistenzbereich wird demnach in den kommenden sechs Monaten noch einmal anziehen: Von den für die Arbeitsmarktstudie befragten HR-Managern sagten 26 %, dass sie im zweiten Halbjahr 2014 neue Stellen schaffen werden. Mit 53 % gab mehr als die Hälfte an, frei gewordene Positionen nachbesetzen zu wollen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die positive Tendenz auf dem Arbeitsmarkt für Büroangestellte damit weiter verbessert: 2013 planten 24 % zusätzliche Mitarbeitende einzustellen; nur 38 % wollten freie Stellen nachbesetzen.

Mitarbeitende für Projektunterstützung und Office Management besonders knapp
Für Personalverantwortliche ist es in einem dynamischen Arbeitsmarktumfeld nicht immer einfach, den passenden Kandidaten mit den erforderlichen Qualifikationen zu rekrutieren. 30 % der befragten HR-Manager gaben an, am schwierigsten sei es, Fachkräfte für die Projektunterstützung zu finden. Personal für das Office Management im eigenen Unternehmen zu gewinnen, finden 22 % mühsam. Daneben sei es schwierig, Assistenzen für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (20 %), HR-Assistenten (19 %) und Mitarbeitende für den Kundenservice (18 %) zu finden.

Erste Eintrübung der Wirtschaftserwartungen
Die Pläne der HR-Manager, Fachkräfte im kaufmännischen und Assistenzbereich fest anzustellen, spiegeln nur eingeschränkt ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage wider: Insgesamt geben sich zwar noch gut drei Viertel der Befragten hinsichtlich der Wachstumsperspektive in der Schweiz für die kommenden zwölf Monate optimistisch (24 % sehr zuversichtlich, 52 % zuversichtlich). Im zweiten Halbjahr 2013 zeigten sich jedoch insgesamt noch 80 % zuversichtlich oder sehr zuversichtlich.

Analog dazu schätzen die Teilnehmer der Befragung auch die Wachstumsperspektive ihres Unternehmens für das nächste Jahr positiv, aber etwas schlechter als im Vergleichszeitraum 2013 ein. Von den Befragten sind insgesamt 75 % überzeugt, dass es mit ihrem Betrieb weiter bergauf geht (2013: 82 %): 26 % sind sehr zuversichtlich, 49 % zuversichtlich (2013: 26 % bzw. 56 %). Der Anteil der HR-Manager, die der Wachstumsperspektive im eigenen Unternehmen skeptisch gegenüber stehen, ist von 16 % auf 22 % gestiegen.

«Jetzt seine Chancen ergreifen»
„Die Umfrageergebnisse zeichnen noch das Bild eines dynamischen Arbeitsmarkts, wie er vor allem Arbeitnehmern zugute kommt. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich beruflich zu verbessern, sollte den günstigen Zeitpunkt nutzen und jetzt seine Chancen ergreifen“, erklärt hierzu Sven Hennige, Managing Director Germany & Central Europe von Robert Half. „Sollten sich die Einschätzungen der befragten Personalprofis hinsichtlich der Wirtschaftsaussichten weiter verschlechtern, kann sich das auch sehr schnell auf die Nachfrage nach neuem Personal auswirken. Die Bereitschaft der Unternehmen, neue Stellen zu schaffen, würde dann zwangsläufig nachlassen.“

Über die Studie
Für die Studie wurden 100 Personalmanager in der Schweiz befragt. Die Erhebung wurde im Rahmen der „Workplace Survey 2014“ von einem internationalen unabhängigen Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von OfficeTeam, dem spezialisierten Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenzmanagement, durchgeführt.

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