Klimageräte im Sommer sparsam einsetzen

Sonne

(Foto: pg)

Bern – Der Stromverbrauch fürs Kühlen beträgt in der Schweiz rund acht Milliarden Kilowattstunden (8000 Gigawattstunden) pro Jahr, 14 Prozent des gesamten inländischen Elektrizitätsverbrauchs. Ins Gewicht fallen dabei die Klimageräte und -anlagen, die rund 1200 Gigawattstunden verbrauchen – und dies vor allem im Hochsommer. In dieser Zeit lohnt es sich daher besonders, sie gezielt und sparsam einzusetzen.

In den heissen Sommerwochen laufen Klimageräte und Ventilatoren auf Hochtouren: Eine Studie von EnergieSchweiz hat ergeben, dass schweizweit pro Jahr 1,3 Milliarden Franken für den Strom von Kälteanlagen ausgegeben werden. Davon gehen knapp 200 Millionen aufs Konto von Klimaanlagen und -geräten. Beispiele zeigen, dass in den Klima- und Kälteanlagen Effizienzpotenziale von 20 Prozent und mehr schlummern und die Energiekosten um bis zu 300 Millionen Franken reduziert werden könnten, wie das Bundesamt für Energie in einer Mitteilung schreibt.

Keine zu grossen Temperaturschwankungen
Sonne und hohe Temperaturen haben aber auch bei der Arbeitsleistung ihre Schattenseiten. Denn mit zunehmender Wärme im Büro nimmt unsere Leistungsfähigkeit ab: bei 30 Grad ist sie rund 10 Prozent tiefer. Je nach Aussentemperatur liegt die ideale Raumtemperatur zum Arbeiten im Sommer daher zwischen 22 und 26 Grad. Wenn es draussen sehr heiss ist, sollte es im Büro nicht zu kühl sein, weil viele Menschen grosse Temperaturschwankungen als unangenehm empfinden. Zudem erhöht sich der Energieverbrauch der Kühlung pro 1 Grad tiefere Raumtemperatur um drei Prozent.

Richtiges Verhalten im Sommer senkt den Energieverbrauch
Um den Energieverbrauch der Raumklimatisierung zu senken, ist – neben den technischen Massnahmen – das Verhalten jedes und jeder Einzelnen entscheidend. Für das Büro oder Zuhause gibt es daher einfache, aber wirkungsvolle Tipps:

  • Elektrische Geräte, die nicht gebraucht werden, sollten abgeschaltet werden, damit deren Abwärme die Räume nicht zusätzlich aufheizt.
  • Räume sollten rechtzeitig beschattet werden.
  • Klimageräte spärlich einsetzen und gezielt ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Beim Kauf empfiehlt es sich, auf die Energieetikette zu achten und nur Geräte der besten Effizienzklasse zu wählen. Wohngebäude brauchen in der Regel keine Klimatisierung.
  • Statt Klimageräte Ventilatoren verwenden. Sie sorgen mit einer angenehm kühlenden Luftbrise dafür, dass auch höhere Temperaturen noch als angenehm empfunden werden. Gleichzeitig verbrauchen sie nur einen Bruchteil der Energie von Klimageräten.

Kampagne effiziente Kälte zeigt Wege für mehr Energieeffizienz auf
Im Rahmen der Kampagne «Effiziente Kälte» von EnergieSchweiz und dem Schweizerischen Verein für Kältetechnik (SVK) sind verschiedene Infoblätter, Checklisten und Leitfäden entwickelt worden, die Betreiberinnen und Betreibern von Kälteanlagen sowie Kältefachleuten aufzeigen, wie sie bestehende Klima- und Kälteanlagen optimieren und neue Anlagen nachhaltig planen können. Weitere Informationen und Tipps sind unter www.effizientekaelte.ch zu finden. (BFE/mc/pg)

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