Klimastiftung Schweiz fördert drei Projekte mit 265’000 Franken

Klimastiftung Schweiz fördert drei Projekte mit 265’000 Franken

Zürich – Bei metallverarbeitenden KMU werden Kühlschmierstoffe eingesetzt, die nach ihrem Einsatz als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Adlos AG hat die Kleinanlage „WAVE 205“ entwickelt, damit diese Abfälle effizient aufbereitet werden können. Die Klimastiftung Schweiz unterstützt die Entwicklung der Kleinanlage finanziell. KMU können damit in Zukunft von einem vereinfachten und kostengünstigeren Entsorgungsprozess profitieren.

Sondermüll umweltfreundlich entsorgen
Jedes Jahr fallen in der Schweiz und Liechtenstein rund 60’000 Tonnen alte Kühlschmierstoffe an. Die Verarbeitung von Metall bedingt den Einsatz von sogenannten Emulsionen (Öl-Wasser-Gemischen), die als Sondermüll entsorgt werden müssen. Dank der neu entwickelten Kleinanlage können KMU den Prozess nun selber vornehmen. Dies führt zu einer massgeblichen Reduktion von chemischen Gefahrentransporten. Die „WAVE 205“ zeichnet sich zudem durch einen sparsamen Energieverbrauch aus. Mit dem Kauf einer Kleinanlage können KMU somit auch einen aktiven Beitrag zur Reduktion des CO2 Ausstosses leisten.

Wie funktioniert es?
In einem Vakuumbehälter werden die Kühlschmierstoffe durch Zufuhr von Wärme in Wasserkondensat und Restöl getrennt. Dieser Prozess kann in Klein- und Kleinstmengen durchgeführt werden. Durch Zufuhr von Energie verdampft das Wasser aus der Altemulsion. Der Dampf steigt auf und kondensiert im oberen Bereich der „WAVE 205“. Das Wasser wird über einen Trichter aufgefangen und kann schadlos in die Abwasserreinigungsanlage geleitet werden. Da die Kühlschmierstoffe aus 96% Wasser und 4% Öl bestehen, fällt die Schadstoffmenge deutlich kleiner aus. Schliesslich wird lediglich das verbleibende Restöl als Sonderabfall entsorgt. Dies reduziert die Kosten und verringert die Transporte zu dezentralen Entsorgungszentren. Zudem können durch den energieeffizienten Prozess Ressourcen eingespart werden.

Eine Chance für den Klimaschutz und KMU
Die Klimastiftung Schweiz schätzt das Potential der «Wave 205» hoch ein und fördert das Projekt mit CHF 50’000. „Die Möglichkeit im eigenen Betrieb mittels Kleinanlage die Spaltung von Kühlschmierstoffen vorzunehmen, bedeutet für KMU, energiesparender und umweltschonender, das heisst den Ausstoss von CO2-Emissionen minimierender und somit wirtschaftlicher zu operieren“, sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung.

Für metallverarbeitende KMU lohnt sich die Anschaffung einer Kleinanlage gleich mehrfach: Bei einer Amortisationsdauer von zwei Jahren können Betriebe Transport- und Entsorgungskosten einsparen und ihre Ökobilanz verbessern. Die Aufbereitung von Kühlschmierstoffen wird vor Ort umweltfreundlich vorgenommen. Dies hat einen sparsameren Umgang mit Ressourcen zur Folge und reduziert die Anzahl von Gefahrentransporten. Thomas Vogt, CEO der Adlos AG ergänzt: „Bis anhin war es für KMU wirtschaftlich uninteressant, diesen Prozess selber durchzuführen, denn es gab ausschliesslich teure, wartungsintensive und komplexe Grossanlagen auf dem Markt zu kaufen. Dank der Unterstützung von der Klimastiftung Schweiz konnten wir diese Technologie weiterentwickeln und den KMU ökonomisch sowie ökologische Kleinanlagen zur Verfügung stellen. Wir freuen uns sehr, dass der WAVE 205 für den PRODEX Award 2016 nominiert wurde.“

In Übereinstimmung mit den Zielen der Klimastiftung Schweiz steuern solche Initiativen aktiv zum Erreichen der Klimaziele der Schweiz und dem rechtlich bindenden Klimagipfel von Paris (COP21) vom Dezember 2015 bei. (Klimastiftung Schweiz/mc/ps)

Über die Klimastiftung Schweiz
Klima schützen. KMU stärken. Nach diesem Motto unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung 2008 rund 1300 KMU in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mit gut 15 Millionen Franken unterstützt.
Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen.
Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.
 
Die Partner der Klimastiftung Schweiz
Die Schweizer und Liechtensteiner Dienstleister Allianz Suisse, Alternative Bank Schweiz, AXA Winterthur, Bank J. Safra Sarasin, Bank Vontobel, ECA, Gebäudeversicherung Bern, Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Glarner Kantonalbank, Julius Bär, LGT, Liechtensteinische Landesbank, Man Investments AG, New Re, PartnerRe, Pictet & Cie, PwC, Raiffeisen Schweiz, RobecoSAM, Sanitas Krankenversicherung, SAP (Schweiz) AG, SCOR Services Switzerland AG, Swisscanto Asset Management AG, Swiss Life, Swiss Re, Vaudoise Assurances, VP Bank und XL Group sind Partner der Klimastiftung Schweiz.
Weitere Informationen: www.klimastiftung.ch

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