Klimastiftung Schweiz mit Rekordjahr

Vincent Eckert
Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz. (Foto: Klimastiftung)

Zürich – Das zehnte Jahr war das erfolgreichste in der Geschichte der Klimastiftung Schweiz: Sie konnte Klimaschutz-Projekte von Schweizer und Liechtensteiner KMU mit vier Millionen Franken unterstützen. Die Stiftung will ihr Engagement noch verstärken, denn die Herausforderungen im Klimaschutz sind immens.

Trockene Sommer, heftige Niederschläge, mehr Hitzetage und schneearme Winter: Die Klimaszenarien, welche die ETH Zürich 2018 vorstellte, sind eindeutig. Sie zeigen mit hoher geographischer Präzision, was der Klimawandel für die Schweiz bedeutet: Während der Gemüsebauer im Jahr 2060 sein Gemüse bewässern muss, evakuiert die Hausbesitzerin schon wieder ihren Keller wegen Extrem-Niederschlags.

«Doch der Bericht stellt nicht nur die drohenden Gefahren dar», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz. «Er zeigt auch, dass der Klimawandel mit entschlossenem Handeln zumindest eingedämmt werden kann.»

Fördersumme um über ein Drittel gestiegen
Immer mehr Schweizer und Liechtensteiner KMU ergreifen Massnahmen für einen besseren Klimaschutz. Die Stiftung konnte in ihrem Jubiläumsjahr rund 350 KMU finanziell unterstützen. Dabei stieg die Fördersumme im Vergleich zum Vorjahr um 37%. «Vor allem im Bereich Innovation reichen Firmen bei uns immer mehr und immer bessere Fördergesuche ein», stellt Eckert fest. Entwickelt ein KMU ein Produkt für den Klimaschutz, kann es bei der Klimastiftung Schweiz Fördergelder beantragen.

Auch die Zahl der Energieeffizienz-Projekte nahm zu: Fast 100 Projekte, mit denen KMU im eigenen Betrieb Energie sparen, konnte die Stiftung finanziell unterstützen. Stark gestiegen ist in diesem Bereich unter anderem die Förderung von E-Mobilität, das zeigt der heute publizierte Geschäftsbericht der Klimastiftung Schweiz.

Gut aufgestellt dank Partnerfirmen
Ihre Förderaktivitäten führt die Stiftung weiter und verstärkt sie noch. Finanziell ist sie gut aufgestellt und kann ihre Wirksamkeit vergrössern, dies dank der 27 Partnerfirmen: Grosse Dienstleister aus der Schweiz und Liechtenstein spenden ihre Netto-Rückvergütung aus der CO2-Lenkungsabgabe der gemeinsamen Stiftung. Die Vereinbarungen mit den Partnerfirmen laufen aktuell bis Ende 2020. Den strategischen Prozess «post 2020» hat die Stiftung bereits begonnen.

Geschäftsführer Vincent Eckert schaut gerne auf ein erfolgreiches Jahr zurück, «aber noch lieber schauen wir nach vorne, auf eine Zukunft, die wir nun gemeinsam mit unseren Partnerfirmen planen.» (Klimastiftung/mc)

Über die Klimastiftung Schweiz
Klima schützen. KMU stärken. Nach diesem Motto unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung 2008 Förderungen in der Höhe von 20 Millionen Franken für über 1’400 KMU in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gesprochen.

Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen.

Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.  

Klimastiftung Schweiz
Jahresbericht

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