Klimastiftung Schweiz sucht neue Lösungen für den Klimaschutz

Klimastiftung
Das Vatorex-Team Willi und Pascal Brunner sowie Renato Cortesi. (Foto: Klimastiftung)

Zürich – Viele KMU, die voll auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzen, starten derzeit durch. Konsumenten wollen umweltfreundliche Produkte und Investoren suchen nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Doch für den wirtschaftlichen Erfolg benötigen viele KMU eine Anschubhilfe. Diese können sie bei der Klimastiftung Schweiz bis am 1. September beantragen.

Als das Bienen-KMU «Vatorex» kürzlich in der Deutschschweizer TV-Sendung «Die Höhle der Löwen» auftrat, wollten gleich alle fünf Jurymitglieder, die sogenannten Löwen, ihr Geld in das Unternehmen investieren. Sie hatten erkannt: Nachhaltigkeit lohnt sich. Sie schützt nicht nur die Umwelt, sondern eröffnet auch wirtschaftliche Chancen. Vatorex-Gründer Pascal Brunner freut sich und sagt: «Dieser Erfolg wäre ohne den Support der Klimastiftung Schweiz nicht möglich gewesen!»

Brunner hatte letztes Jahr online einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Stiftung gestellt. Er hatte eine beheizbare Bienenwabe für den Kampf gegen die Varroa-Milbe entwickelt und wollte sie zur Marktreife bringen. Für dieses Projekt sprach ihm die Klimastiftung Schweiz eine Anschubfinanzierung von 150’000 Franken aus. Auch zahlreiche weitere Schweizer und Liechtensteiner KMU haben in den letzten Jahren grössere Geldbeträge für innovative Klimaschutzprojekte oder für Energiespar-Massnahmen im eigenen Betrieb erhalten. Die Stiftung vergab allein letztes Jahr 4 Millionen Franken.

Stiftung sucht Klimaschutz-Innovationen
Schweizer und Liechtensteiner KMU, die eine Klimaschutz-Innovation entwickeln oder ein grosses Energiespar-Projekt planen, können bis zum 1. September über die Website der Klimastiftung Schweiz einen Antrag auf Unterstützung stellen. Vertreter aus den 27 Partnerfirmen der Stiftung beurteilen nach dem Eingabeschluss die eingereichten Projekte und sprechen Fördergelder. «Wir suchen Lösungen für den Klimaschutz, die einen möglichst grossen Hebel bieten», sagt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung. «Mit ihrem innovativen Werk- und Forschungsplatz bieten die Schweiz und Liechtenstein perfekte Voraussetzungen für das Entwickeln von neuen Ansätzen im Klimaschutz.»

Von der Wirtschaft für die Wirtschaft
Die Klimastiftung Schweiz ist eine freiwillige Initiative von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Geldgeber sind die 27 Partnerfirmen der Stiftung, die freiwillig ihrer Rückvergütungen aus der CO2-Abgabe spenden. Die Partnerfirmen sind Dienstleister wie Banken, Berater und Versicherungen. «Sie bündeln ihre Kräfte in der gemeinsamen Stiftung», sagt Eckert. «Der Administrationsaufwand ist für sie so kleiner, die Wirkung für den Klimaschutz dafür umso grösser.» (Klimastiftung/mc)

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