Klimawandel bringt unwiderrufliche Veränderungen

Eisbär WWF

Ein Eisbär versucht die nächste Scholle zu erreichen. Wegen dem Klimawandel schmilzt das Eis an den Polen.(Foto: WWF)

Washington – Der Klimawandel passiert hier und jetzt. Seine Konsequenzen führen dazu, dass das klimatische System unseres Planeten immer unberechenbarer und mit potenziell nicht mehr umkehrbaren Veränderungen belastet wird, die einen enormen Schaden anrichten. Zu diesem Ergebnis kommt die American Association for the Advancement of Science (AAAS) in einem aktuellen Bericht, mit dem auch gleichzeitig der Start einer neuen Initiative angekündigt wird, die vor allem die US-Bevölkerung über die Risiken und Folgen des globalen Klimawandels aufklären soll. Neben dem mit «What We Know» betitelten Papier soll die Kampagne unter anderem auch mithilfe einer interaktiven Webseite und einer Vortragsreihe namhafter Unterstützer aus der Wissenschaft nachhaltige Überzeugungsarbeit leisten.

«Als Forscher ist es eigentlich nicht unsere Aufgabe, den Menschen zu sagen, was sie tun sollen», schreibt AAAS-CEO Alan Leshner im vorgelegten Bericht. «Wir sind aber die grösste wissenschaftliche Gesellschaft der Welt und glauben daher, eine Verpflichtung zu haben, Öffentlichkeit und Entscheidungsträger darüber zu informieren, was die Wissenschaft über jeden Aspekt des modernen Lebens zu sagen hat», erklärt Leshner weiter. Im Bezug auf den Klimawandel sei die Beweislage mittlerweile «erdrückend». «Wie müssen die politischen Entscheidungsträger an einen Tisch bringen, um zu diskutieren, wie wir mit diesem Problem umgehen sollen», betont der Experte die Wichtigkeit dieses Anliegens. Je schneller dies gelingt, umso geringer das Risiko und die Kosten.

Prominente Unterstützer
Um der Initiative mehr Nachdruck zu verleihen, hat die AAAS eine ganze Reihe prominenter Unterstützer für ihre Kampagne an Bord geholt. Diese rekrutieren sich in erster Linie aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung und sollten im Rahmen der Aktion nicht nur passiv, sondern auch aktiv für Aufklärung und Bewusstseinsbildung eingesetzt werden. So werden etwa hochkarätige Namen wie der mexikanische Chemiker und Nobelpreisträger Mario Molina oder Diana Wall, mehrfach ausgezeichnete Biologin und Leiterin der School of Global Environmental Sustainability an der Colorado State University, spezielle Vorträge in den USA absolvieren, um die Bürger umfassend und einfach verständlich über den Klimawandel und seine Folgen zu informieren.

«Mit dieser Aktion wollen wir ein für alle Mal klarstellen, dass es aussergewöhnlich starke Beweise dafür gibt, dass sich das Klima der Erde verändert und, dass jede weitere Veränderung ernsthafte Auswirkungen auf unsere natürlichen und gesellschaftlichen Systeme haben kann», meint James McCarthy, Träger der Alexander-Agassiz-Professur am Department für Biological Oceanography an der Harvard University, der auch als einer der Autoren des aktuellen Berichts auftritt. «Der Mehrheit ist noch immer nicht klar, wie besorgt viele Klimaforscher in Bezug auf die rapiden klimatischen Veränderungen sind», kritisiert McCarthy.

«Hausgemachte» Erderwärmung
Dass die Ursache für die globale Erderwärmung und ihre dramatischen Konsequenzen – extreme Wetterereignisse und der Anstieg des Meeresspiegels – tatsächlich «hausgemacht» ist, hat auch der Weltklimarat Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Herbst 2013 deutlich gemacht (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20130927001/ ). Demnach sind die steigenden Temperaturen letztendlich auf das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl zurückzuführen. Industrienahe Verbände und Lobbyisten hatten den Bericht allerdings heftig kritisiert und sprachen von «unsicheren Daten» und «mangelhaften Klimamodellen».  (pte/mc/ps)

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