Luftverschmutzung fordert jährlich 7 Millionen Todesopfer

Luftverschmutzung

(Copyright: Michael Bührke/pixelio.de)

New York – Gemäss einer Analyse der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jedes Jahr 7 Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. Jeder achte Todesfall weltweit geht demnach auf verschmutzte Luft zurück. Sie ist damit das grösste auf Umweltfaktoren basierende Gesundheitsrisiko.

Die WHO konstatiert in ihrem Bericht, der auf Daten aus dem Jahr 2012 basiert, die Zahl der Todesopfer sei doppelt so hoch wie bisher angenommen. Es gebe neue Erkenntnisse dazu, wie stark Herz-Kreislauf- sowie Krebserkrankungen auf verschmutzte Luft zurückzuführen sind, so die WHO. Auch verbesserte Messmethoden hätten zu den neuen Daten geführt.

Entwicklungs- und Schwellenländer in Südostasien am stärksten betroffen
Die häufigsten durch Luftverschmutzung bedingten Todesursachen sind Schlaganfälle und Erkrankungen der Herzkranzgefässe, gefolgt von chronischen Lungenerkrankungen. Etwa 3,7 Millionen Todesfälle sind auf Smog in der Umwelt, 4,3 Millionen auf verschmutzte Luft in Innenräumen zurückzuführen. Am schlimmsten von Luftverschmutzung betroffen sind nach WHO-Angaben die Entwicklungs- und Schwellenländer Südostasiens und der Westpazifik-Region. In China und Indien wurden etwa drei Viertel aller Smog-Todesfälle registriert.

In den Industrieländern hat sich die Situation in den letzten Jahrzehnten drastisch verbessert. Aber auch hier geht die WHO von 280’000 jährlichen Todesfällen durch Luftverschmutzung aus. (mc/pg)

 

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