Mit Speicherlösungen zum Netz der Zukunft

Nant de Drance

Pumpspeicherwerk Nant de Drance (Alpiq).

Basel – Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion und die Veränderungen, wie wir Strom konsumieren, machen es immer schwieriger, Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten. Deshalb sind zunehmend Kurz- und Langzeitspeicher nötig. Der globale Bedarf an Speicherkapazitäten dürfte sich bis 2050 nahezu verdoppeln.

Die Entwicklung von Speicherlösungen ist ein wichtiger Bestandteil eines intelligenten Netzes der Zukunft. Die fünf verschiedenen Speicherkategorien unterscheiden sich in der Energiemenge und in der Entladezeit. Die zwei wichtigsten Grössen zur Bestimmung einer Speicherlösung sind die Energiemenge und die (Ent)ladezeit. Die Energiemenge kann von wenigen Watt bis zu hunderten von Megawatt für grosse, zentrale Speichersysteme reichen. Die Dauer für die Lade- und Entlade­funktion kann von Millisekunden bis zu Monaten liegen.

Verschiedene Speichermöglichkeiten:

Kategorie Beispiele
Chemisch: Wasserstoff, synthetisches Erdgas
Elektrisch: Kondensator, supraleitende Magnete (SMES)
Elektrochemisch: Bleisäure, Lithiumionen, Nickelmetallhydride, Vanadium-Redox-Flussbatterie
Mechanisch: Schwungrad, Druckluft (CAES), Pumpspeicher
Thermisch: Heisswasser, Salzschmelze, Steinfestbett

Quelle:  European Association for the Storage of Energy, EASE / SMES: Superconductive Magnetic Energy Storage / CAES: Compressed Air Energy Storage

Der Bedarf an Speicherlösungen mit verschiedensten Eigenschaften wird deutlich zunehmen. Technische Fortschritte bei Kondensatoren, Batterien und Schwungrädern haben die Investitionen enorm angekurbelt. In ländlichen Gebieten von Entwicklungs- und Schwellenländern, wo 84% der weltweit 1,3 Mia. Menschen ohne Zugang zu Strom leben, bieten Batterien und erneuerbare Energien die ideale Kombination für den Ausbau von netzunabhängigen Systemen. Die UNO und die Allianz für ländliche Elektrifizierung, ARE schätzen, dass 60% der bis 2030 benötigten zusätzlichen Kapazitäten für einen umfassenden Stromzugang für die gesamte Bevölkerung als netzunabhängige Systeme installiert werden. Für eine weitere Milliarde von Menschen erhöht die Installation von dezentralen Backup-Batterien die Verlässlichkeit ihrer unzuverlässigen Stromversorgung.

Marktpotenzial und Kosten
Dank technologischer Entwicklungen werden die Kosten für die Stromspeicherung in den kommenden Jahren sinken und einen Boom auslösen. Diese Fortschritte bei Materialien und Konzepten verbessern die Energie- und Leistungsdichte von Speicherlösungen und verursachen somit entsprechend tiefere Fixkosten.

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Verschiedene Technologien in einem attraktiven Wachstumsmarkt
Von den Top 15 der Speicheranbieter besassen in Q3/2013 Alstom mit 19%, Voith mit 16% und Gridflex mit 13% den grössten Marktanteil. Diese drei Unternehmen sind alle im Bereich Wasserkraft tätig. Bezgl. Investitionen und Speicherkapazität bilden Pumpspeicherkraftwerke weiterhin die grössten Projekte. Zu den grössten nachhaltigen Unternehmen gehören ABB (CH), Capstone Turbine Corp. (US), NGK Insulators (JP) sowie Panasonic (JP). Viele kleinere Betriebe sind weltweit in der Entwicklung von Batterietechnologien, Brennstoffzellen und Schwungrädern aktiv. Die grossen multinationalen Unternehmen der Energietechnik sind in den letzten Jahren verstärkt in die Sparten Speicherung, Smart Grid und Energiemanagement eingestiegen. Für die involvierten Firmen eröffnet sich ein attraktiver Wachstumsmarkt dank der Erfahrungen und der nötigen Skaleneffekten aus einer breiteren Nutzung der Speichertechnologie. Investoren sollten sich deshalb rechtzeitig zu diesem Thema positionieren. (Bank J. Safra Sarasin/mc/ps)

Sustainability Spotlight «Stromspeicherung – das fehlende Glied der Energiewende»
Das aktuelle Faktenpapier des Nachhaltigkeitsresearch der Bank J. Safra Sarasin «Stromspeicherung – das fehlende Glied der Energiewende» (Autor: Dr. Matthias Fawer) ist in deutscher und englischer Sprache gratis erhältlich bei: [email protected]

J. Safra Sarasin Gruppe – Nachhaltiges Schweizer Private Banking seit 1841
Die internationale, der Nachhaltigkeit verpflichtete Bankengruppe ist an mehr als 25 Standorten in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika vertreten. Die J. Safra Sarasin Gruppe steht weltweit für ihre Private-Banking-Tradition, hohe Sicherheit und gut geführtes, konservatives Wachstum im besten Sinne ihrer Kunden. Per Ende Dezember 2012 betreute sie Kundenvermögen von rund CHF 130 Mia., beschäftigte über 2 000 Mitarbeiter und verfügte über Eigenkapital von etwa CHF 3,4 Mia.

Safra Gruppe
Die Safra Gruppe verfügt über einen hochangesehenen Namen im globalen Private Banking und darf auf eine erfolgreiche, langjährige Geschichte zurückblicken. Zu den Safra Banken gehören die J. Safra Sarasin Holding und ihre Tochtergesellschaften, die Banco Safra und die Safra National Bank of New York. Alle verfügen über eine solide finanzielle Grundlage. Per Dezember 2012 wies die Safra Gruppe gesamthaft Eigenmittel von rund USD 12,9 Mia. sowie verwaltete Kundenvermögen in der Höhe von USD 200 Mia. aus. Die Banken der Safra Gruppe sind weltweit an 156 Standorten vertreten und beschäftigen über 7 700 Mitarbeitende.

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