MoneyPark Wohntraumstudie 2020: Schweizerinnen und Schweizer lieben ihr Zuhause

MoneyPark Wohntraumstudie 2020: Schweizerinnen und Schweizer lieben ihr Zuhause
Stefan A. Heitmann, CEO und Gründer MoneyPark. (Foto: MoneyPark)

Zürich – Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer plant, eine Immobilie zu kaufen. Für die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer soll es ein Einfamilienhaus auf dem Land sein und Ruhe sowie den Blick ins Grüne ermöglichen. Dies geht aus der jährlichen Befragung zu den Wohnträumen hervor, welche MoneyPark in Zusammenarbeit mit alaCasa.ch und Helvetia Versicherungen durchgeführt hat. Die Zufriedenheit mit den eigenen vier Wänden hat im Vergleich zum letzten Jahr nochmals stark zugenommen und erreicht Spitzenwerte. Dennoch plant jede dritte Person das geliebte Eigenheim nach der Pensionierung zu verkaufen.

Die Landliebe bestätigte sich auch in der diesjährigen Wohntraumstudie wieder deutlich: Rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (45%) wünscht sich, in einer ländlichen Umgebung zu wohnen. Spannend wird sein, ob sich diese Tendenz durch die Corona-Krise in den nächstjährigen Zahlen manifestiert. Auf dem Land angekommen würde die grosse Mehrheit am liebsten in einem freistehenden Einfamilienhaus (54%) wohnen, das ruhig gelegen und gut an den öffentlichen Verkehr angebunden ist und zudem mitten in der Natur liegt. Gerade bei den Jungen und den Mietenden ist dieser Wunsch besonders gross. Die Realität zeigt jedoch, dass sich nicht alle diesen Wunsch erfüllen können. Neben finanziellen Gründen (67%) sind auch das fehlende Angebot (24%) oder die aktuelle Familiensituation (14%) die Spielverderber. Als Folge nehmen beträchtliche 40 Prozent nicht ganz freiwillig mit einer Wohnung oder einem Reiheneinfamilienhaus vorlieb.

Zwei Drittel der Mieterschaft träumen vom Eigenheim – grosse Zufriedenheit der Wohneigentümer
Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer plant, eine Immobilie zu kaufen. Bei der Mieterschaft ist dieser Wunsch mit 66 Prozent besonders ausgeprägt. Immerhin jede/r dritte Eigentümerin oder Eigentümer plant, eine weitere Immobilie zu erwerben. Diese Aussagen haben durch die Corona-Krise etwas an Kraft verloren, weil mittlerweile die Sorgen um den Arbeitsplatz und die finanzielle Sicherheit insbesondere Personen mit kleinen und mittleren Einkommen vom Eigenheimtraum abhalten. Das Hauptargument für ein Eigenheim liegt aber nach wie vor bei den günstigeren Wohnkosten (47%), gefolgt vom Gestaltungsfreiraum (39%) und der Absicherung im Alter (38%). Eigentümerinnen und Eigentümer weisen mit 98 Prozent eine überaus hohe Zufriedenheit aus – 28 Prozent sind zufrieden und 70 Prozent sogar sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Wohnsituation. Auch bei der Mieterschaft erreicht die Zufriedenheit mit 90 Prozent einen hohen Wert, wobei 38 Prozent sehr zufrieden sind. Menschen, die auf dem Land leben, sind ausserdem zufriedener mit ihrer Wohnsituation als diejenigen in der Stadt und je älter die befragte Person ist, desto zufriedener ist sie mit der Wahl ihres Zuhauses.

Eigenheim entlastet das Haushaltsbudget
«Für viele Eigentümerinnen und Eigentümer dürfte das Eigenheim eine lukrative Vermögensanlage darstellen, profitieren sie doch seit Jahren von sinkenden Hypothekarzinsen und steigenden Immobilienpreisen. Sicherlich zwei wichtige Aspekte, die bei der Beantwortung der Frage zur Zufriedenheit im Hinterkopf mitspielen. Und daran wird langfristig auch die Corona-Krise nichts grundlegendes ändern», so Dr. Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark. Es zeigt sich einmal mehr, dass mit Wohneigentum gegenüber der Miete massiv Geld gespart werden kann. Fast drei Viertel aller Eigentümerinnen und Eigentümer wenden weniger als 20 Prozent ihres BruttoHaushaltseinkommen für die Wohnkosten auf.

Mieterplattformen und Handwerkerservice sind gefragt
Handwerkerservices stossen bei 65 Prozent aller Befragten auf die grösste Zustimmung, dicht gefolgt von einer Mieterplattform oder App, die bei 64 Prozent Anklang findet. Dienstleistungen, welche die eigene Abwesenheit überbrücken, würden immerhin 56 Prozent nutzen. Anders sieht es beim Thema Wäsche aus: 72 Prozent waschen am liebsten selbst. «Wohnen plus ist das Stichwort. Immer mehr Mieterinnen und Mieter wünschen sich einfach abrufbare Services, die den Alltag erleichtern», sagt André Keller, CIO Helvetia Versicherungen.

Die Suche nach dem Traumobjekt dauert, insbesondere in der Stadt
Schweizweit findet nur gerade jede/r Fünfte die passende Immobilie innert drei Monaten. 39 Prozent suchen länger als ein Jahr, davon gar 12 Prozent mehr als drei Jahre. Regional sind die Unterschiede gross. Fast die Hälfte der Käuferinnen und Käufer sucht in Zürich zwischen einem und drei Jahren. In der Genferseeregion (15%) oder der Westschweiz (13%) im Generellen geht es signifikant schneller. Bemerkenswert ist, dass jede/r Vierte gar nicht sucht, sondern die Immobilie entweder erbt (14%) oder unter der Hand erhält (9%).

«Grüne Welle» hält auch beim Wohnen Einzug
90 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen das Thema Nachhaltigkeit wichtig oder sehr wichtig ist. Energetische Sanierungen liegen im Trend: Über die Hälfte der Eigentümerschaft hat bereits erste energetische Massnahmen umgesetzt (36%) oder plant solche (20%). An erster Stelle bei den geplanten Massnahmen steht die Heizungsoptimierung (41%) gefolgt von der Erzeugung von Strom mittels Photovoltaik (39%). Mit Blick auf die anstehende politische Debatte um das neue CO2-Gesetz halten sich Befürworter und Gegner mit je 35% die Waage. Ein Viertel der Befragten gibt an, beim Heizen nicht von fossiler Energie abhängig zu sein.

Beim Kauf zählt die Meinung des Umfelds, beim Verkauf setzt man auf den erfahrenen Profi
Wenn es um den Kauf einer Immobilie geht, fragen Schweizerinnen und Schweizer am liebsten ihr persönliches Umfeld um Rat. Am meisten wird dabei die Unterstützung durch Familie (41%), Freunde oder Bekannte (39%) gesucht. Ein Fünftel fragt einen Immobilienmakler (22%). Verglichen mit dem Kauf kommen Immobilienmakler beim Verkauf deutlich häufiger zum Zug. «Eigentümerinnen und Eigentümer fragen beim Verkauf ihres Einfamilienhauses oder ihrer Eigentumswohnung gerne den erfahrenen Experten. Ein vernünftiger Weg, wenn man bedenkt, dass es dabei stets um sehr grosse Beträge geht. Auch kleine Fehler gehen beim Immobilienverkauf rasch ins Geld», so Dr. Roman H. Bolliger CEO von alaCasa.ch. Für einen Drittel ist der Einbezug eines Profis beim Verkauf wahrscheinlich. Weitere 30 Prozent gehen zum Makler, nachdem sie selbst versucht haben, ihre Immobilie zu verkaufen.

Alter bringt Veränderung beim Wohnen
Mehr als jede dritte Person mit Wohneigentum (36%) plant, die Immobilie nach der Pensionierung zu verkaufen. Die Pläne reichen vom Kauf einer kleineren Ersatzliegenschaft, über den Umzug in ein Mietobjekt oder in eine Wohnung mit altersgerechten Dienstleistungen bis hin zum Auswandern. (MoneyPark/mc/ps)

Über die Wohntraumstudie
Die Wohntraumstudie von MoneyPark, alaCasa und Helvetia Versicherungen ist die grösste unabhängige
Untersuchung der Schweizer Wohnträume. Seit vielen Jahren fragen wir die Schweizer Bevölkerung, wie ihre Wohnträume konkret aussehen. Befragt wurden 1’001 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz mittels repräsentativer Online-Umfrage im Dezember 2019.

Die integrale Studie finden Sie unter www.moneypark.ch/wohntraumstudie

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