Neue Bescheidenheit bei den Chefs

Lohn

Schweizer Manager nehmen etwas weniger Geld nach Hause als in den Vorjahren. (Foto: Thorsten Freyer/pixelio.de)

Zürich – Die Saläre auf den obersten vier Hierarchieebenen der Schweizer Firmen wachsen langsamer als in den Vorjahren. Die Geschäftsführer und Unternehmensleiter legten beim Grundsalär im Schnitt um 1,1 Prozent zu, nach 3,1 Prozent im Vorjahr.

In den darunterliegenden Kaderschichten beträgt das Wachstum durchschnittlich unter 1,9 Prozent. Dies geht aus der neuesten Kadersalärstudie hervor. Die Managementberatungs- und Kadervermittlungsfirma Kienbaum hat zusammen mit der «Handelszeitung» in 436 Firmen verschiedener Branchen und Grössenklassen über 130’000 Funktionen der 1. bis 4. Hierarchieebene untersucht.

333’000 Franken für Geschäftsführer auf oberster Managementebene
Ein Geschäftsführer auf der obersten Managementebene verdient dieses Jahr im Schnitt 333000 Franken, inklusive sämtlicher Nebenleistungen und variabler Lohnbestandteile. Auf der Stufe Direktion sind es noch 218000 Franken. Im Mittelmanagement beziehungsweise im unteren Management bekommt das Durchschnitts-Kadermitglied 152000 respektive 141000 Franken Gesamtsalär ausbezahlt.

Frauen nach wie vor benachteiligt
Nach wie vor können die Saläre der Frauen nicht mithalten. Sie verdienen nach den vorliegenden und breit abgestützten Ergebnissen dieser Erhebung aus einer Vielzahl von Gross- und Kleinfirmen immer noch 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Ausserdem sind Frauen im Management schweizerischer Unternehmen weiterhin unterrepräsentiert. Lediglich knapp 8 Prozent der für die Kadersalärstudie gemeldeten Führungskräfte auf der Top-Management-Ebene und 13 Prozent auf der Senior-Management-Ebene sind weiblich.

Die bestbezahlten Branchen
Die allerbesten Löhne werden 2012 in Unternehmen im Bereich Energie, Wasser, Ver- und Entsorgung sowie Recycling bezahlt. Auf Platz zwei folgen die Kreditinstitute, Banken und Versicherungen. Die höchsten Zuwächse finden sich mit 2,7 Prozent im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau, gefolgt von der Branche Chemie-, Pharma-, Biotechnologie und Kunststoff mit etwas mehr als 2,3 Prozent. (ots/mc/pg)

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