PMI der Schweizer KMU bleibt deutlich unter Wachstumsschwelle

PMI der Schweizer KMU bleibt deutlich unter Wachstumsschwelle
(Bild: Schlierner / Adobe Stock)

St. Gallen – Die Geschäftslage von kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz hat sich im Februar gemäss KMU PMI nur marginal verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index stieg im Februar zwar um 0,3 auf 45,3 Punkte, blieb damit jedoch den dritten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Dies lasse auf eine rückläufige Geschäftstätigkeit schliessen, teilte Raiffeisen, die den Index berechnet, am Montag mit. Die Bewertung des Auftragsbestandes ist mit 46,8 Punkten etwas weniger negativ ausgefallen als im Januar, der Rückgang der Produktion, der Beschäftigung und der Einkaufslager hat sich im Februar hingegen nochmals beschleunigt.

Subkomponente zu den Lieferfristen steigt als einzige noch an
Einzig die Subkomponente zu den Lieferfristen stieg gemäss den Angaben noch an. Eine Zunahme der Lieferfristen deute normalerweise auf eine erhöhte Kundennachfrage hin. Im vorliegenden Fall sei der Anstieg der Subkomponente aber auf das Coronavirus und die vorübergehende Schliessung von chinesischen Zulieferern zurückzuführen, so die Ökonomen von Raiffeisen. Einige der befragten KMU würden von Engpässen bei aus China gelieferten Komponenten berichten, was den Warenversand an die Endkunden verzögere.

Der leichte Anstieg des KMU PMI liefere damit kein Argument für mehr Zuversicht. Das Umfeld für Schweizer KMU aus der Industrie bleibe bis auf weiteres angespannt, nicht zuletzt aufgrund des starken Frankens und des Ausbruchs des Coronavirus in Europa, heisst es.

Der Einkaufsmanager-Index für alle Betriebe, der von der CS berechnet wird und ebenfalls am Montag veröffentlicht wurde, zeigt ein ähnliches Bild: Der Februar-Wert für die Industrie stieg um 1,7 auf 49,5 Punkte, blieb damit aber ebenfalls weiter unter der Wachstumsschwelle. (awp/mc/ps)

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