PSP Swiss Property dank Neubewertungen mit Gewinnplus

PSP Swiss Property dank Neubewertungen mit Gewinnplus
Giacomo Balzarini, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP)

Zürich – Der Immobilienkonzern PSP Swiss Property blickt auf ein Geschäftsjahr mit hohen Neubewertungen zurück. Derweil blieb die Nachfrage in den für das Unternehmen relevanten Zentrumslagen 2025 gut. Die Aktionäre dürfen sich erneut über eine leichte Erhöhung der Dividende freuen.

Der Liegenschaftsertrag fiel minimal um 0,2 Prozent auf 349,2 Millionen Franken, wie das Immobilienunternehmen am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBITDA ohne Neubewertungen) belief sich auf 302,0 Millionen Franken – ein Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Reingewinn exklusive Liegenschaftserfolge betrug 225,4 Millionen Franken, was zum Vorjahr einem Minus von 2,7 Prozent entspricht. Unter dem Strich kletterte der Reingewinn insbesondere dank Portfolioaufwertungen um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen. Die Neubewertungen selbst lagen mit 231,1 Millionen um 35,2 Prozent klar über dem ebenfalls starken Vorjahr.

Zahlreiche Projekte in der Pipeline
Derweil ist beim zweitgrössten Schweizer Immobilienkonzern die Projektpipeline gut gefüllt und auf Kurs. So erwartet CEO Giacomo Balzarini beispielsweise für das in einer umfassenden Sanierung steckende «Hôtel des Postes» in Lausanne eine Vollvermietung in den nächsten 6 bis 12 Monaten. Für das «Löwenbräu Red» in Zürich werden die Baubewilligung im ersten Halbjahr und die Fertigstellung 2028 erwartet.

Bei den fünf zum Verkauf umklassifizierten Gebäuden im Projekt in Wallisellen befinde sich PSP in finalen Verhandlungen. «Die Transaktion ist komplex und aktuell in einer heiklen Phase, sollte aber in den nächsten sechs Monaten spruchreif werden», erläutert Balzarini. Wallisellen sei nicht Teil der EBITDA-Guidance.

Bei eigenen Akquisitionen bleibt das Unternehmen derweil «diszipliniert». Ein Zukauf müsse wertsteigernd sein, so der CEO. «Wenn es aber etwas Interessantes auf dem Markt gibt, sind wir bereit», betont er mit Blick auf die Finanzlage.

Dividendenerhöhung und Ausblick
Für die Aktionäre gibt es erneut eine Dividendenerhöhung, nämlich wie im Vorjahr um 5 Rappen auf nun 3,95 Franken. Die Ausschüttungsquote von rund 80 Prozent ist gemäss dem CEO fair. «Wir wollen Kontinuität und Vorhersagbarkeit bieten», sagte er. Theoretisch sei zwar auch eine grössere Erhöhung möglich, PSP wolle aber zunächst an der Gewinnqualität und dem Cashflow arbeiten.

Für den weiteren Geschäftsverlauf im neuen Jahr erwartet PSP eine insgesamt positive Entwicklung am Schweizer Immobilienmarkt. Die Mietnachfrage dürfte stabil bleiben. Demnach soll der EBITDA ohne Liegenschaftserfolge mit rund 310 Millionen Franken leicht über dem Vorjahreswert liegen. Beim Leerstand erwartet PSP per Ende 2026 einen Wert von weiterhin 3,5 Prozent.

Ende 2025 lag der durchschnittliche Leerstand bei 3,5 Prozent, nach 3,2 Prozent per Ende 2024. Das Portfolio umfasste per Ende Jahr 150 Anlage- und 10 Entwicklungsliegenschaften mit einem Portfoliowert von 10,1 Milliarden Franken nach 9,8 Milliarden im Vorjahr.

Mit Blick auf die am 1. April anstehende Generalversammlung sollen sowohl der bisherige Präsident des Verwaltungsrats als auch alle bisherigen Mitglieder wiedergewählt werden. Zudem wird Martin Furrer als zusätzliches Mitglied vorgeschlagen.

Analysten zufrieden, Aktie steigt
An der Börse und unter Analysten werden die Ergebnisse wohlwollend aufgenommen. Die Titel legen in einem leicht freundlichen Gesamtmarkt um rund 1 Prozent zu.

Die Ergebnisse selbst sind in etwa wie erwartet ausgefallen, einzig bei den Neubewertungen hat PSP klar besser abgeschnitten. Dies hebt auch die UBS hervor. Vontobel lobt beispielsweise die solide Finanzposition und die Aussichten auf weiter steigende Dividenden. (awp/mc/ps)

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