Rückschlag für die Energiewende im Kanton Luzern

Rückschlag für die Energiewende im Kanton Luzern

«Schweissmatt» bei Inwil im Kanton Luzern. (Bild: CKW)

Luzern – Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) nimmt mit Enttäuschung den negativen Entscheid des Kantons Luzern zu ihrer geplanten, grössten Solaranlage der Schweiz zur Kenntnis. CKW wie auch die Standortgemeinde Inwil werden den Vorentscheid nun im Detail prüfen.

Die Solaranlage „Schweissmatt“ ist eines von sieben konkreten Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, mit denen CKW die Energiewende im Kanton Luzern vorantreiben möchte. Für das von CKW geplante Solarkraftwerk hat die Luzerner Gemeinde Inwil im Oktober 2012 beim kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartment (BUWD) eine Zonenplanänderung für das Gebiet Schweissmatt beantragt. Die Freiflächenanlage könnte Strom für umgerechnet 2‘200 Haushalte produzieren und gleichzeitig als Forschungsobjekt dienen, um gemeinsam mit der Hochschule Luzern (HSLU) die Auswirkungen unregelmässig produzierten Solarstroms auf das regional-spezifische Verteilnetz zu untersuchen.

Das BUWD hat der Gemeinde Inwil in seinem Vorprüfungsbericht vom 7. Januar 2013 nun empfohlen, die Vorlage nicht weiter zu bearbeiten. Die Wertschöpfung durch die Solaranlage sei nicht ausreichend hoch und es fehle ein übergeordnetes, öffentliches Interesse, begründet das Departement seine Position.

Energiewende proaktiv mitgestalten
„Wir bedauern die ablehnende Haltung des Kantons Luzern gegenüber der geplanten Solar-Forschungsanlage in Inwil ausserordentlich“, kommentiert Peter Suter, Leiter Neue Energien. CKW sieht in dem Projekt eine Chance für die Region, mit verhältnismässig günstig produziertem Solarstrom den mit zwei Prozent sehr tiefen Selbstversorgungsgrad des Kantons Luzern ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig zu erhöhen. „Mit dem einmaligen Solarkraftprojekt könnten wir die Energiewende proaktiv mitgestalten und wichtige Erkenntnisse für den künftigen Aus- und Umbau des Verteilnetzes gewinnen. Deshalb empfinden wir den Vorentscheid als verunsichernd und als Rückschlag für die Energiewende im Kanton Luzern.“

CKW wird die Empfehlung und die entsprechenden Begründungen des BUWD nun im Detail prüfen und Gespräche mit der Standortgemeinde Inwil zum weiteren Vorgehen führen. Trotz dieses negativen Vorentscheides will CKW weiterhin ihre sieben geplanten Wind-, Wasser- und Solarkraft-Projekte im Kanton Luzern mit höchster Priorität vorantreiben. (CKW/mc/pg)

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