sgv zu Steuerreform 17: Affront gegen KMU und gewerblichen Mittelstand

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)
sgv-Direktor und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Eine Stellungnahme des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv:

Bern – Die heute präsentierten Empfehlungen der Projektgruppe zur Steuerreform 17 an den Bundes­rat sind ein einziger Affront gegenüber KMU und Familienunternehmen. Mit höherer Dividen­denteilbesteuerung und zusätzlichen Sozialkosten soll der gewerbliche Mittelstand den Preis für Steuerprivilegien für Grosskonzerne zahlen. Das Volk hat am 12. Februar eine Belastung des Mittelstandes abgelehnt. Dieser Entscheid wird mit den jetzigen Empfehlungen mit den Füssen getreten.

Mit der Erhöhung der Teilbesteuerung der Dividenden auf 70 Prozent werden die KMU-Patrons, die in aller Regel mehr als 10 Prozent der Aktien ihres Unternehmens halten, belastet. Der Portfolioaktionär, der 0.001 Prozent der Aktien eines Grosskonzerns hält, die im Wert viel höher sein können, ist nicht betroffen. Der sgv als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft ist nicht bereit, diese Ungerech­tigkeit zu akzeptieren. Damit werden wichtige Entlastungen für KMU aus der USR II rückgängig ge­macht.

Mit der Erhöhung der Kinderzulagen als sozialpolitische Kompensationsmassnahme sind es gerade nochmals die KMU, die zur Kasse gebeten werden. Die Kleinen sollen bezahlen, damit die Grossen weiterhin von Steuervorteilen profitieren können. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv wird sich vehement gegen die ungerechte Erhöhung der Dividendenbesteuerung und gegen teure sozialpolitische Massnahmen auf dem Buckel von KMU und Familienbetrieben wehren. (sgv/mc/ps)

Die Nummer 1:
Als grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300’000 Unternehmen.

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