sgv zur Personenfreizügigkeit: Ein Gewinn für KMU-Wirtschaft und die Schweiz

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Bild: sgv)

Bern – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv nimmt das positive Fazit des SECO über die Auswir­kungen des Freizügigkeitsabkommen (FZA) mit der EU erfreut zur Kenntnis. Die Öffnung des Arbeitsmarktes folgt den Bedürfnissen der Unternehmen und wirkt sich positiv auf die Er­werbstätigkeit und die Sozialwerke aus. Der Bericht bestärkt den sgv in seinem Engagement für den freien Personenverkehr mit den EU-Ländern.

Die Zuwanderung aus dem EU/EFTA-Raum ist insbesondere für die Schweizer KMU-Wirtschaft sehr wichtig. Der 9. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU bestätigt ein­mal mehr, dass sich die Zuwanderung positiv auswirkt und kaum Verdrängungseffekte auf schweizeri­sche Arbeitskräfte hat. Die Lohnentwicklung und die Lohnstrukturen werden durch das FZA nicht sig­nifikant beeinflusst. Laut SECO zeigen hier die bestehenden flankierenden Massnahmen ihre Wir­kung.

Qualifizierte Fachkräfte
Aus dem EU/EFTA Raum gewinnt die Schweiz viele qualifizierte Fachkräfte: 53 Prozent der Erwerb­stätigen, die 2012 im Rahmen des FZA zugewandert waren, verfügten über eine tertiären Bildungsab­schluss. Diese Zuwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräften bedeutet keine Konkurrenz für die einheimischen Arbeitsnehmenden. Vielmehr stellt sie eine gute Ergänzung dar und vermag die hohen Ansprüche der Unternehmen weitgehend abzudecken. Auch die Auswirkungen des FZA auf die Sozialwerke sind nach wie vor positiv. Die SECO-Zahlen zeigen, dass die Beitragssummen von EU-Ausländern weiterhin höher sind als die von ihnen bezoge­nen Leistungen. Die Befürchtungen, wonach die Personenfreizügigkeit zu einer massiven Zunahme der Anzahl ausländischer IV-Leistungsbezüger führen könnten, erweisen sich als gegenstandlos.

Fortsetzung der Personenfreizügigkeit nicht in Frage gestellt
Angesichts der klaren Resultate des 9. SECO-Observatoriums besteht für den grössten Dachverband der Schweizer Wirtschaft denn auch kein Anlass, die Fortsetzung der Personenfreizügigkeit in Frage zu stellen. Die gute Verfügbarkeit von Arbeitskräften aus dem EU-Raum ist für die KMU von entschei­dender Bedeutung, was eine Grundvoraussetzung für Wachstum ist. Vorab aus diesem Grunde lehnt der sgv alle Volksinitiativen und parlamentarischen Vorstösse entschieden ab, die eine erneute Kon­tingentierung der Einwanderung bezwecken. (sgv/mc/ps)

Die Nummer 1
Als grösste Dachorganisation der Schweizer KMU-Wirtschaft  vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300’000 Unternehmen

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