Zweitwohnungs-Initiative: Annahme löst Probleme nicht

Ferienhäuser

Bern – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv, der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft, nimmt mit Enttäuschung von der Zustimmung von Volk und Ständen zur Zweitwohnungsinitiative Kenntnis. Damit drohen vielen ländlichen und strukturschwachen Regionen unseres Landes zusätzliche wirtschaftliche Schwierigkeiten, ohne das Problem der Zersiedelung des Landes und der Zubetonierung der Landschaft zu lösen.

Leider ist es den Gegnern der Zweitwohnungsinitiative nicht gelungen, mit ihren Argumenten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in den Agglomerationen zu überzeugen. Offensichtlich hat die stark emotional gefärbte Kampagne der Befürworter mit ihrem Klischee der heilen Bergwelt besser verfangen. Auch konnte der indirekte Gegenvorschlag, der über eine Änderung des Raumplanungsgesetzes die Kantone und Gemeinden zum Handeln zwingt und bereits am 1. Juli 2011 in Kraft gesetzt worden ist, zu wenig gut verkauft werden.

Staatspolitisch gefährlicher Stadt-Land-Graben befürchtet
Es bleibt nun zu hoffen, dass dieses unerfreuliche Abstimmungsergebnis, das aber selbstverständlich als demokratischer Entscheid des Souveräns zu respektieren ist, nicht zu einem staatspolitisch gefährlichen Stadt-Land-Graben führen wird. Der sgv wird sich jedenfalls weiterhin für eine räumlich ausgewogene wirtschaftliche Entwicklung einsetzen und eine Bevormundung der ländlichen Regionen und der Berggebiete durch die Agglomerationen ablehnen.

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