S&P nimmt 50 Mena-Banken unter die Lupe

S&P nimmt 50 Mena-Banken unter die Lupe

Mit Investment Grade A+ erhält National Bank of Kuwait (Bild) von S&P seit Jahren eines der besten Ratings im Mena-Raum.

Die amerikanische Rating-Agentur Standard and Poor’s wird bis Ende Jahr 25 Banken in der Arabischen Golfregion und weitere 25 Finanzinstitute in Nahost und Nordafrika unter die Lupe nehmen. Dies sagte Timucin Engin, Associate Director für den Bereich Bewertung und Analysen für Banken bei S&P der Tageszeitung Gulf News in Dubai.

Bangen am Nil und in der Levante
Das turnusgemässe Review betrifft alle 750 Geldhäuser weltweit, die von S&P ein Rating erhalten. Analysten erwarten, dass S&P Banken in Ägypten und im Libanon herunterstufen wird. Beide Länder verzeichneten 2011 massive Kapitalabflüsse aufgrund der Tahrir-Revolution in Kairo bzw. der lang anhaltenden Regierungskrise in Beirut.

Golfstaaten: Frohe Retail- und Private Banker
Dagegen stehen viele Finanzinstitute mit Schwerpunkt Retail- und Private Banking am Persischen Golf vergleichsweise solide da. Die Mehrheit der Banken in den Ölstaaten erfülle schon heute die Anforderungen der künftig geltenden Richtlinien unter Basel III, sagte S&P vor Kurzem. Investmentbanken im Mena-Raum haben insgesamt einen schweren Stand. Mit Ausnahme von Katar haben alle arabischen Aktienmärkte im 2011 massiv an Wert verloren. Der Markt für Fusionen und Akquisitionen und Neuemissionen liegt mit Ausnahme Saudi-Arabiens praktisch brach. (mc/Gulfnews/gaf)

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