Streiks wegen neuen Rentenkürzungen in Griechenland

Griechenland

Griechische Fähren bleiben in den Häfen. (Foto: Pixabay)

Athen – Aus Protest gegen ein neues Sparprogramm mit Rentenkürzungen haben die griechischen Gewerkschaften am Freitag mit umfangreichen Streiks das Land lahmlegt. Die meisten Fähren blieben in der Ägäis in den Häfen. Der Seeleutestreik soll bis Dienstagmorgen dauern. Die Eisenbahner legten die Arbeit für drei Tage nieder.

Die Staatsbedienstetengewerkschaft ADEDY sowie der Gewerkschafts-Dachverband des privaten Bereichs GSEE riefen einen 48-stündigen Streik für Freitag und Samstag aus. Busse und Bahnen fuhren in Athen und anderen Städten des Landes nicht. Auch die staatlichen Schulen blieben am Freitag geschlossen. Die Müllabfuhr soll für drei Tage bestreikt werden.

Zahlreiche Demonstrationen geplant
Am Freitag, Samstag und Sonntag sind Demonstrationen in Athen und anderen Städten geplant. Auch die Journalisten legten die Arbeit für zwei Tage nieder. Im Radio und Fernsehen gab es nur Musik und Filme. Lediglich eine private Radiostation sendete ein Not-Nachrichtenprogramm, das nur über die Streiks und die Reformen berichtete. Der Flugverkehr fand dagegen normal statt, teilte der Flughafen Athen mit. Auch Supermärkte und Läden waren geöffnet.

Weitere Rentenkürzungen
Im Rahmen der Sparmassnahmen sollen die Renten in Griechenland weiter gekürzt werden. Damit sollen 1,8 Milliarden Euro gespart werden. Das griechische Parlament soll am späten Sonntagabend neben den Rentenkürzungen auch Steuererhöhungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro billigen. Die Sparmassnahmen sind Voraussetzung für weitere Hilfen für das von der Pleite bedrohte Land. (awp/mc/pg)

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