Swissmedic bewilligt Ebola-Impfstudie an der Universitätsklinik in Lausanne

Impfung

Bern – Swissmedic hat das Gesuch für eine Studie mit einem experimentellen Ebola-Impfstoff am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) bewilligt. Die Studie wird 120 Freiwillige einschliessen. Sie wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO massgeblich unterstützt und führt die Serie der in den USA, England und Mali begonnenen klinischen Versuche weiter.

Der Impfstoff, der auf einem gentechnisch veränderten Schimpansen-Adenovirus (Zaire Ebola Chimpanzee Adenovirus, cAd3-EBO-Z) beruht, wird im Rahmen dieser Studie primär gesunden Freiwilligen verabreicht, die als medizinisches Personal bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika zum Einsatz kommen. Geprüft werden die Sicherheit des Impfstoffs sowie seine Fähigkeit, eine Immunantwort zu produzieren.

Grundlage für nachfolgende Studie mit tausenden Probanden
Die Studienresultate am CHUV bilden – zusammen mit den Ergebnissen der anderen in die klinischen Versuche involvierten Zentren – die Grundlage, um die nachfolgenden Studien mit mehreren Tausend Probanden optimal zu planen und sicher durchzuführen.

Der Impfstoff besteht aus nicht vermehrungsfähigen Viren, die mit der genetischen Bauanleitung eines bestimmten Ebola-Proteins bestückt sind. Weil es sich beim eingesetzten Impfstoff um einen genetisch veränderten Organismus handelt, hat Swissmedic – wie gesetzlich vorgeschrieben – zusätzlich das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Umwelt und die Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit konsultiert. Das Ende September 2014 eingereichte Gesuch wurde angesichts der Dimension der Ebola-Epidemie prioritär behandelt. (Swissmedic/mc/pg)

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