Trump lässt vor Fed-Sitzung nicht locker: Zinsen sollen runter

Trump lässt vor Fed-Sitzung nicht locker: Zinsen sollen runter
US-Präsident Donald Trump.

Washington – US-Präsident Donald Trump lässt nicht locker und drängt die Notenbank Fed mit immer neuen Vorstössen zu einer massiven Zinssenkung am Mittwoch. Er wolle, dass die Fed einen grossen Schritt nach unten vollziehe, betonte er am Dienstag vor Reportern.

Er wiederholte damit eine Forderung vom Vortag. Die Notenbank habe mit ihren zurückliegenden Zinserhöhungen viel zu früh und zu stark agiert, was ihm als US-Präsident zum Nachteil gereicht habe. Er sei enttäuscht von der Fed, sagte Trump über die Notenbank, die politisch unabhängig ist und am Dienstag ihre zweitägige Zinssitzung begann.

Fed vor Kehrtwende
Die Fed steht am Mittwoch vor der ersten Zinssenkung seit rund zehn Jahren. Hintergrund ist der unsichere Konjunkturausblick wegen des von Trump angezettelten Zollkonflikts. Experten rechnen mit einer Zinssenkung um einen Viertel Prozentpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent.

Trump ist dies offenbar nicht ausreichend. Sein zum Teil ruppiger Umgangston mit der Notenbank gipfelte in dem Vorwurf des ehemaligen Immobilienmoguls, die Währungshüter seien „ahnungslos“. Zudem drohte er Fed-Chef Jerome Powell damit, ihn bei Bedarf degradieren zu können.

Powell bleibt cool
Dieser will sich nach eigenem Bekunden bei der Entscheidung über eine mögliche Zinssenkung nicht vom Weissen Haus reinreden lassen. Die unabhängige Fed sei „immun“ gegen kurzfristigen politischen Druck. (awp/mc/ps)

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