Unternehmen setzen bei Rekrutierung junger Mitarbeiter auf BYOD

Symbolbild iPad

Zürich – Mehr als jedes zweite Schweizer Unternehmen nutzt den Consumerization-Trend zur Ansprache junger Bewerber. Zu diesem Ergebnis kommt Avanade, ein weltweiter Anbieter von Business-Technologie-Lösungen und Managed Services, in seiner aktuellen Consumerization-Studie „Dispelling Six Myths of Consumerization of IT“. 55 Prozent der Schweizer Befragten erklärten in dieser Erhebung, dass „Bring your own device“ (BYOD), also die Nutzung persönlicher Geräte und Technologien am Arbeitsplatz, ein fester Bestandteil ihrer Rekrutierungsstrategie sei.

Insgesamt sagten weniger als ein Drittel (32 Prozent) aller Befragten, dass sie ihre Einstellungsstrategie zugunsten des BYOD-Trends verändert hätten. Weltweit gaben 88 Prozent der Befragten an, dass ihre Mitarbeiter persönliche Smartphones oder Tablets für berufliche Zwecke nutzen würden. Unter den Schweizer Studienteilnehmern bejahten dies sogar 100 Prozent.

Grössere MacBook- und Windows-Tablets-Dichte als im Ausland
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bei den Schweizer Befragten sind Apple-Laptops (MacBook) mit 46 Prozent sowie Windows-Tablets mit 36 Prozent deutlich geläufiger als in anderen Ländern. Die beliebtesten und am häufigsten genutzten Geräte der Mitarbeiter insgesamt sind Android-Smartphones (35 Prozent), BlackBerrys (32 Prozent) sowie Apple-Laptops (26 Prozent).

Geschäftslösungen wie CRM oder ERP selten genutzt
Die Schweizer Mitarbeiter nutzen ihre eigenen Geräte zumeist zum Lesen und Schreiben von E-Mails (91 Prozent). Während beispielsweise 58 Prozent der amerikanischen Befragten angeben, dass sie bereits Customer Relationship Management (CRM)-Anwendungen auf ihren persönlichen Geräten nutzen würden, sind es bei den Schweizer Interviewten lediglich 18 Prozent. Ihre Arbeitszeit und Spesen erfassen bereits 52 Prozent der amerikanischen Befragten via Smartphone und Co. In der Schweiz sind es 36 Prozent. Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen laufen bereits auf 42 Prozent der amerikanischen Geräte. Nur 18 Prozent der Schweizer Befragten nennen ERP als einen der Dienste, die mit persönlichen Geräten aufgerufen werden.

BYOD-Trend in der Schweiz angekommen
Adrian Zimmermann, Manager Application Development bei Avanade Schweiz, kommentiert: „Der BYOD-Trend ist in der Schweiz angekommen. Auch um neue Mitarbeiter zu gewinnen, kann es ein guter Anreiz sein, ihnen Geräte für die persönliche Nutzung zur Verfügung zu stellen, was viele Unternehmen bereits machen. Geht es aber um Geschäftsanwendungen wie CRM oder ERP geht derzeit noch viel Potenzial verloren. Gerade diesen BYOD-Bereich sollten sich Schweizer Unternehmen vermehrt zunutze machen. Zu Beginn einer erfolgreichen Consumerization-Strategie sollte das Unternehmen dabei zunächst herausfinden, wie die Consumer-Technologien ihren aktuellen und künftigen Geschäftsalltag beeinflussen. Im Anschluss sollten sie eine individuelle und gezielte Roadmap entwickeln.“

Zimmermann weiter: „Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier noch zu oft auseinander. Auch wenn alle Schweizer Befragten bejahen, dass sie persönliche Geräte beruflich nutzen würden, passen erst 46 Prozent der Unternehmen hierzulande ihre IT-Infrastruktur an, um diese Entwicklung zu unterstützen. Jedoch stellen die Schweizer Interviewten 34 Prozent ihres IT-Bugets für das Management der IT-Consumerization zur Verfügung. Unter allen Umfrageteilnehmern sind es lediglich 25 Prozent. Zimmermann resümiert: „Unternehmen müssen der Entwicklung zunehmend proaktiv und ganzheitlich begegnen. Es gibt keinen Ansatz, der immer und überall passt. Mithilfe durchdachter Analyse und Planung können Firmen jedoch eine Strategie entwickeln, die genau ihren Anforderungen gerecht wird.“ (Avanade/mc/pg)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.