Unternehmenssteuerreform III: Wirtschaft befürchtet Standortnachteile

Steuern

Zürich – Der Bundesrat wird bald die Vernehmlassungsvorlage zur Unternehmenssteuerreform III verabschieden. Deren Ausgestaltung ist für viele Schweizer Unternehmen ein zentrales Zukunftsthema. Zwei Drittel der kürzlich von Deloitte befragten Finanz- sowie Steuerchefs von in der Schweiz ansässigen Unternehmen befürchten Nachteile für den Wirtschaftsstandort Schweiz als Folge der geplanten Reform. Gut jeder Zweite rechnet mit direkten negativen Auswirkungen für sein eigenes Unternehmen. Diese und weitere Resultate liefert die aktuelle Deloitte Tax-Umfrage.

Die Pläne für die Schweizer Unternehmenssteuerreform III konkretisieren sich, der Bundesrat sollte diese in Kürze in die Vernehmlassung schicken. Deloitte hat darum in den letzten Wochen 160 Schweizer Finanz- sowie Steuerchefs von in der Schweiz ansässigen Unternehmen zu möglichen Auswirkungen dieser Reform befragt.

„Eine gelungene Reform ist für die Zukunft der Schweiz als attraktiven Unternehmensstandort extrem wichtig. Wir haben ein viel höheres Kostenniveau als andere Länder mit denen wir im Wettbewerb stehen. Darum müssen wir bei den Steuern viel attraktiver sein, um konkurrenzfähig zu bleiben“, erklärt Reto Savoia, Managing Partner und Leiter der Steuerberatung bei Deloitte in der Schweiz.

Verlust an Standortattraktivität befürchtet
Basierend auf den bisher bekannten Eckdaten der Reform befürchten 64% der Befragten, dass sich die Attraktivität und internationale Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz als Folge verschlechtern wird. Nur 14% rechnen mit einer Verbesserung, 22% erwarten keine Auswirkungen. Befragt nach den AuswirkunDeloitte
gen der Reform auf ihr eigenes Unternehmen, ist die Einschätzung etwas optimistischer: 53% rechnen mit negativen Auswirkungen, 12% sehen positive Aspekte, 36% erwarten keine Folgen für ihr Unternehmen. (Deloitte/mc/ps)

Über die Deloitte Tax-Umfrage
Die Tax-Umfrage wurde vom 25. August bis 09. September 2014 durchgeführt. Dabei wurden 82 Finanz- sowie 78 Steuerchefs (gesamt 160) von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz befragt. Die teilnehmenden Unternehmen stammen aus allen relevanten Branchen der Schweizer Wirtschaft.

 

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