US-Wirtschaftsverbände warnen Trump vor Zölle gegen China

US-Präsident Donald Trump. (Foto: Flickr/The White House)
US-Präsident Donald Trump. (Foto: Flickr/The White House)

Washington – Mehrere dutzend Unternehmensverbände haben US-Präsident Donald Trump vor Strafzöllen auf chinesische Importe gewarnt. In einem gemeinsamen Brief an Trump heisst es laut «Wall Street Journal», hohe Strafzölle würden eine «Kettenreaktion negativer Folgen für die US-Wirtschaft» auslösen.

Aufgezählt wurden dabei Gegenmassnahmen der chinesischen Seite, einen Rückgang der Exporte von Agrar- und Industriegütern sowie Dienstleistungen, steigende Kosten für die Unternehmen und die Konsumenten. Den auf Sonntag datierten Brief unterzeichneten nach Angaben der Zeitung 45 Unternehmensverbände – sie sprechen demnach etwa für die Hightech-Industrie, für den Textilhandel, die Landwirtschaft oder Autozulieferer, für Unternehmen wie Apple und Google, Walmart oder Nike.

Die US-Regierung sollte auf die «unfairen chinesischen Handelspraktiken» nicht mit Strafzöllen oder anderen Massnahmen reagieren, die in den USA «Unternehmen, Arbeiter, Landwirte, Konsumenten und Investoren treffen werden». Stattdessen sollten die Vertreter der Regierung mit «gleichgesinnten Partnern» zusammenarbeiten und ihre «gemeinsamen Sorgen angesichts der chinesischen Handels- und Investitionspolitik» deutlich machen.

Gezielte Einfuhrtarife für chinesische Produkte?
US-Medien zufolge plant Trump neue gezielte Einfuhrtarife für chinesische Produkte. Diese Zölle sollen demnach auf Waren im Gesamtwert von etwa 60 Milliarden Dollar erhoben werden. Es seien Zölle auf rund hundert chinesische Produkte anvisiert, bestätigte ein Insider der Nachrichtenagentur AFP vergangene Woche.

Die chinesische Regierung hatte bereits die von Trump abgezeichneten Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium als «ernsthaften Angriff» auf die internationale Handelsordnung kritisiert. Peking hatte in der Vergangenheit wiederholt gewarnt, dass es die «notwendigen Massnahmen» ergreifen werde, um seine Exporteure zu schützen. (awp/mc/pg)

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