VP Bank Spotanalyse: Inflation klettert auf 39-Jahres-Hoch

Thomas Gitzel
von Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank. (Foto: VP Bank)

«Die Inflationsrate in den USA steigt im November von 6.2 % auf 6.8 %. Die US-Inflationsrakete schraubt sich weiter in luftige Höhen. Die Teuerungsraten haben in übertragenem Sinne die Troposphäre durchbrochen und sind nun in der Stratosphäre angekommen.

Zu den Treibern gehören die höheren Energiepreise, gestiegene Gebrauchtwagenpreise und auch die kalkulatorische Miete für selbstgenutzten Wohnraum.

Für die US-Notenbank wird die Luft nun ziemlich dünn. Die Fed wird deshalb in der kommenden Woche an ihrer nächsten Sitzung einen beschleunigten Ausstieg aus den monatlichen Wertpapierkäufen verkünden. Demnach könnte bereits in den Frühjahrsmonaten Schluss mit den quantitativen Massnahmen sein. Fed-Chef Jerome Powell hätte dann genügend Zeit, um zwei Zinserhöhungen im kommenden Jahr zu lancieren.

Die US-Notenbank wird aber schon bald etwas entspannter auf die Inflationsraten blicken können. Bereits im ersten Halbjahr 2022 geht es sachte nach unten. Zwar wird der Anstieg des Konsumentenpreisindex noch auf relativ hohem Niveau bleiben, doch wichtig wird sein, dass der Trendwechsel vollzogen wurde.

In der zweiten Jahreshälfte kann dann das Fed-Zielniveau von 2 % in erreichbare Nähe kommen. Nach dem Ausflug in die Stratosphäre werden also die Inflationsraten schon bald wieder ihre Rückkehr zur Erde antreten. Mit Blick auf die gefallenen Ölpreise gilt: Die Rückflug könnte bereits schon im Dezember beginnen.» (VP Bank/mc/pg)

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