Weltstars protestieren gegen Ölförderung in der Arktis

Penelope Cruz

Einsatz für den Schutz der Arktis: Penelope Cruz.

Zürich – Ab heute können Menschen weltweit gemeinsam mit Hollywood-Schauspielern, Rockstars und Künstlern auf Initiative von Greenpeace die Arktis schützen. Unter www.savethearctic.org besteht die Möglichkeit, eine Greenpeace-Petition zu unterschreiben und sich persönlich für den Schutz der Arktis einzusetzen.

Die Unterzeichner fordern, dass Erdölförderung und industrielle Fischerei in der Hohen Arktis verboten werden. «Sobald wir weltweit eine Million Unterschriften bekommen haben, wird Greenpeace diese in einer wasserdichten Kapsel am Nordpol versenken», sagt Yves Zenger von Greenpeace Schweiz. «Mit der Aktion wollen wir darauf hinweisen, dass die Arktis allen Menschen gehört und nicht nur wenigen Ölkonzernen.» Im schweizerischen Altdorf hat heute ein Eisbär zusammen mit Wilhelm Tell den Aufstand gegen Shell, Gazprom und Co. geprobt. Im ganzen Land beginnen in den nächsten Tagen Freiwillige und Mitarbeiter von Greenpeace, Unterschriften für den Schutz der Arktis zu sammeln und sich an der weltweiten Initiative zu beteiligen.

Arktisanrainer verhindern Aktionsplan
Zu den Unterzeichnern gehören bisher unter anderem John Hurt, Robert Redford, Paul McCartney, Penelope Cruz, Sir Richard Branson, Pedro Almodovar, Thom Yorke und Emily Blunt. Die von den Prominenten unterstützte Greenpeace-Kampagne ist auch ein Protest gegen den derzeit stattfindenden Erdgipfel in Rio. Dessen Abschlusserklärung wird keine wirksamen Schutzmassnahmen für die Erde enthalten. Ein im Vorfeld verhandelter Plan für den Meeresschutz ist auf dem Rio+20-Gipfel durch die drei Arktisanrainer USA, Kanada und Russland verhindert worden.

Greenpeace fordert UNO-Schutzgebiet Arktis
Die Ölkonzerne Shell und Gazprom planen derzeit die Ausbeutung der Arktis, eines der letzten Naturparadiese der Erde. Die vom Schweizer Peter Voser geführte Shell will in diesem Sommer mit zwei Plattformen vor der Küste Alaskas Probebohrungen durchführen. Gazprom will vor der russischen Küste mit der Ölförderung beginnen. Ölunfälle hätten in der Arktis katastrophale Folgen. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen grossen Ölunfall in dieser Region zu beherrschen. Greenpeace will die Arktis schützen. Die Umweltorganisation fordert ein UNO-Schutzgebiet Arktis, in dem die Ölförderung ebenso wie die industrielle Fischerei verboten sind.

Weitere Informationen finden Sie unter www.greenpeace.ch und www.savethearctic.org. (Greenpeace/mc/ps)

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