Zuger Immobilienpreise steigen in anspruchsvollem Umfeld

Zuger Immobilienpreise steigen in anspruchsvollem Umfeld
(Foto: Kanton Zug)

Zug – Im Kanton Zug bleibt Wohneigentum sehr gefragt, entsprechend sind die Preise für Eigentumswohnungen und für Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2020 weiter gestiegen – im schweizweiten Vergleich sogar am stärksten. Robust zeigte sich auch der Mietwohnungsmarkt. An den Büroflächen geht die Corona-Pandemie jedoch nicht ganz spurlos vorbei.

Wohnen im Kanton Zug bleibt begehrt, entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum. Daran ändert auch die Corona-Krise nichts, denn der Kanton Zug ist von der Pandemie unterdurchschnittlich betroffen. Dank seiner Wirtschaftsstruktur mit wertschöpfungsstarken Branchen liegt die Arbeitslosenquote mit 2,7 Prozent deutlich unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 3,3 Prozent. Und sollte die Zuwanderung aus dem Ausland nachlassen, sind die täglich rund 40’000 Zupendler eine wichtige potenzielle Nachfragegruppe für Wohnraum im Kanton Zug.

Dazu Peter Bucher, Leiter Immobilieninvestoren, bei der Zuger Kantonalbank: «Unsere Einschätzung im Frühling 2020, wonach der Immobilienmarkt Zug gegenüber der Corona-Krise resistent bleiben würde, hat sich erfreulicherweise mehr als bestätigt.»

Eigentumswohnungen – Preise um fast 5 Prozent gestiegen
Im zweiten Quartal 2020 lag der mittlere Verkaufspreis für eine neuwertige Eigentumswohnung im Kanton Zug um 4,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal; die durchschnittliche Erhöhung in der Schweiz liegt bei 1,9 Prozent. Die hohen Preise im Kanton Zug sind zurückzuführen auf die ungebrochen hohe Nachfrage, aber auch auf die tiefe Neubautätigkeit für Eigentumswohnungen. In nur 40 Tagen wird im Kanton Zug eine Eigentumswohnung vermarktet – schneller geht das in der ganzen Schweiz nirgends.

Einfamilienhäuser – ein knappes Gut
Der Preis für ein durchschnittliches, gut gelegenes Einfamilienhaus im Kanton Zug stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent; dieser Anstieg ist fast doppelt so hoch wie der schweizweite Durchschnitt von 3,3 Prozent und ist ebenfalls auf das geringe Angebot im Kanton Zug zurückzuführen. Nur 1,4 Prozent aller Objekte sind zum Verkauf inseriert.

Mietwohnungen – unverändert stark nachgefragt
Unbeeindruckt von der Corona-Pandemie zeigt sich auch der Zuger Mietwohnungsmarkt. Zurzeit sind im Kanton Zug weniger als 3 Prozent des Bestands zur Vermietung ausgeschrieben, schweizweit sind es rund 7 Prozent. Die Insertionsdauer für eine Mietwohnung im mittleren Preissegment beträgt weiterhin weniger als 20 Tage. Gleichzeitig zeichnet sich gegenüber dem Vorjahr eine Preiserhöhung um 0,8 Prozent ab. Die Neubautätigkeit wird aufgrund der erhöhten Anzahl erteilter Baubewilligungen in den nächsten 24 Monaten zunehmen, dies vor allem in den Regionen Ennetsee und Lorzenebene. Dank der hohen Nachfrage dürften aber auch diese neuen Wohnungen rasch vermietet werden.

Büroflächen – leichte Preiskorrektur
Das Angebot an Büroflächen im Kanton Zug bleibt gross – derzeit primär in Baar. Bei den inserierten Objekten erfolgte deshalb eine Preiskorrektur nach unten, die Vermarktungszeit blieb aber stabil bei 70 bis 80 Tagen. Die Corona-Pandemie fördert Homeoffice und könnte die Nachfrage nach Büroflächen beeinflussen. Ein einschneidender Rückgang erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. (ZGKB/mc/pg)

Ergänzende Angaben zum aktuellen Immobilienmarkt

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