Zurich unterstützt Wiederaufforstung im Atlantischen Regenwald Brasiliens

Alison Martin
Alison Martin, Zurichs CEO Europe, Middle East & Africa and Bank Distribution. (Foto: Zurich)

Zürich – Zurich Insurance Group (Zurich) hat sich entschieden, ein gezieltes, nachhaltiges Wiederaufforstungsprojekt in Brasilien zu unterstützen, um unfruchtbares Ackerland in einheimische Wälder mit einer reichen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten zurückzuverwandeln. Diese Massnahme ist in einer Zeit, in der internationale Organisationen dringend vor den verheerenden Auswirkungen eines Verlusts an Biodiversität warnen, klarer Ausdruck der Bedeutung, die Zurich gesunden Ökosystemen im Kampf gegen den Klimawandel beimisst.

Das Projekt hat eine Laufzeit von acht Jahren und fördert die Wiederherstellung des Atlantischen Regenwalds in Brasilien – Brasiliens «anderem Regenwald». Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Instituto Terra eine Million sorgfältig ausgewählter einheimischer Bäume angepflanzt. Diese Massnahme bildet Teil der Verpflichtung, die Zurich im vergangenen Jahr eingegangen ist, als die Gruppe als erster Versicherer den «Business Ambition Pledge for 1,5 °C» der Vereinten Nationen unterzeichnete. Gesunde Wälder aus einheimischen Arten helfen «grüne Wüsten», das heisst Monokulturplantagen, die keine funktionalen Ökosysteme tragen, zu vermeiden.

«Inspiration für Mitarbeitende, Kunden und Gemeinschaften»
«Bäume anzupflanzen kann ein wirksames Mittel sein, um den Klimawandel einzudämmen und die Vielfalt unseres Planeten an Tieren, Pflanzen und Ökosystemen zu bewahren», sagte Alison Martin, Zurichs CEO Europe, Middle East & Africa and Bank Distribution. «Es geht nicht immer darum, wie viele Bäume man pflanzt, sondern um ihre Qualität und ihre Fähigkeit, weiteres Leben zu unterstützen. Mit diesem Projekt fördern wir die biologische Vielfalt – einen Aspekt, der bei der Begrenzung des Klimawandels oft übersehen wird.

«Erfolgreiche Wiederaufforstung verlangt Planung, Management und Engagement. Über die nächsten acht Jahre wollen wir Mitarbeitende, Kunden und Gemeinschaften dazu inspirieren, die Bedeutung der biologischen Vielfalt noch stärker anzuerkennen.»

Zurich setzt sich für die wachsende Notwendigkeit ein, den Klimawandel im Zusammenhang mit der schwindenden Artenvielfalt zu bekämpfen. Diese beiden Faktoren verstärken sich gegenseitig, und die Zahl der Tier- und Pflanzenarten nimmt derzeit schneller ab als je zuvor. Gemäss dem 2020 veröffentlichten fünften «Global Biodiversity Outlook» der Vereinten Nationen ist Vielfalt innerhalb von und zwischen Arten und Ökosystemen nicht nur für den Kampf gegen den Klimawandel und die langfristige Ernährungssicherheit entscheidend, sondern auch für die Verhinderung künftiger Pandemien.

Keines der 20 Ziele, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2010 bis 2020 gesetzt wurden, um diese Vielfalt zu erhalten, wurde erreicht, so der Bericht weiter. Die COVID-19-Pandemie hat die Bedeutung dieser Tatsache noch deutlicher vor Augen geführt. Wenn Ökosysteme geschwächt werden, brechen natürliche Barrieren zwischen Menschen und potenziellen Vektoren oder Reservoirs für Krankheitserreger, z B. Fledermäusen, allmählich zusammen.

Die Initiative für den Atlantischen Wald Brasiliens ergänzt Zurichs langjährige Zusammenarbeit mit dem Naturschutzprojekt Rimba Raya in Indonesien und stärkt Zurichs Engagement für die ökologische Erhaltung einiger der Gebiete, die weltweit am stärksten von Abholzung betroffen sind.

Sich selbst tragende subtropische Wälder
Die Bäume werden in den kommenden acht Jahren gepflanzt, um in einem Gebiet der Region Minas Gerais, das im 20. Jahrhundert für die Viehzucht gerodet wurde, einen sich selbst tragenden subtropischen Wald wiederherzustellen. In Brasilien sind nur sieben Prozent des ursprünglichen Atlantischen Waldes erhalten geblieben. Durch Zurichs Beitrag zu diesem Wiederaufforstungsprojekt werden auf 700 Hektar Land (das entspricht über 850 Fussballfeldern) 80 bis 120 verschiedene Baumarten angepflanzt, um die biologische Vielfalt des Waldes zu erhöhen und Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden.

Das Projekt wurde 1998 vom Instituto Terra ins Leben gerufen, einer privaten gemeinnützigen Organisation, die vom international anerkannten, preisgekrönten Fotografen Sebastião Salgado und seiner Frau Lélia gegründet wurde.

Ein Baum für jeden Mitarbeitenden
Für jeden von Zurichs 55’000 Mitarbeitenden wird ein Baum gepflanzt; die weiteren Bäume werden für Kunden zur Verfügung stehen, die beim Kauf einer Versicherungspolice die Möglichkeit erhalten, Bäume pflanzen zu lassen.

Zurich hat die CO₂-Emissionen pro Mitarbeitenden seit 2007 halbiert. Die Gruppe steigert ausserdem weiterhin ihre betriebliche Effizienz und erhöht ihren Anteil an zugekaufter erneuerbarer Energie. Die verbleibenden Emissionen der Gruppe werden durch Emissionszertifikate von REDD+ zertifizierten Artenschutzprojekt Rimba Raya Biodiversity Reserve in Borneo (Indonesien) ausgeglichen. Die entsprechenden Massnahmen stärken die Widerstandskraft gegen den Klimawandel. Zurich ist daher bereits seit 2014 klimaneutral tätig. (Zurich/mc/ps)

Weitere Informationen
Der Zurich Forest

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