Edisun Power rutscht 2025 in die roten Zahlen
Zürich – Der Solarstromproduzent Edisun Power hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Strom produziert und deutlich weniger umgesetzt. Da der für das Jahresergebnis wichtige Verkauf des «Fuencarral»-Projekts noch nicht erfolgt ist, landete das Unternehmen in den roten Zahlen.
Der Umsatz fiel um 72,7 Prozent auf 14,1 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der starke Umsatzrückgang sei vor allem auf den Verkauf des italienischen Portfolios an Projektrechten im Vorjahr zurückzuführen. Klammert man diesen Effekt aus, resultiert ein Umsatzrückgang von 5,2 Prozent.
Dazu habe vor allem eine geringere Solarstromproduktion geführt. Die Stromproduktion sank um 5,2 Prozent auf 152’352 MWh Megawattstunden (MWh). Dabei hätten vor allem der Rückgang der Solarstromproduktion in den spanischen und portugiesischen Märkten, niedrigere Strommarktpreise und die Stilllegung kleinerer Anlagen in Deutschland beigetragen.
In der Folge verschlechterte sich die Profitabilität. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA halbierte sich gegenüber dem Vorjahr fast auf 8,5 Millionen Franken (VJ: 16,6 Mio). Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 7,1 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 2,9 Millionen Franken blieben war.
Nachdem das Unternehmen 2024 von der Auszahlung einer Dividende absah, soll auch 2026 keine Ausschüttung an die Aktionäre erfolgen.
Fuencarral-Verkauf steht noch aus
Bereits bei der Publikation der Halbjahreszahlen hatte Edisun angekündigt, dass der Verkauf des Projekts «Fuencarral to AI» entscheidend für das Gesamtergebnis sein würde. Dieses soll Rechenzentren mit erneuerbarer Energie versorgen.
Bis zum Bilanzstichtag wurde «Fuencarral» aber noch nicht verkauft. Das Management schreibt im Jahresbericht, das Projekt stosse auf «grosses Interesse» und befinde sich in einem «fortgeschrittenen Verkaufsstadium.»
Gemischter Jahresbeginn
Einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr machte das Management nicht. Operativ seien die ersten Monate des Geschäftsjahres «sehr herausfordernd» gewesen. Ungünstige Wetterbedingungen in Portugal, Spanien und Italien sowie Kabeldiebstähle an zwei Standorten in Spanien belasteten das Ergebnis.
Der Schwerpunkt für 2026 liegt weiterhin auf Liquiditätsmassnahmen und dem erfolgreichen Verkauf des grossen Fuencarral-Projektportfolios sowie den damit verbundenen Möglichkeiten im Bereich Rechenzentren. (awp/mc/pg)