Acrevis mit gesteigertem Ergebnis 2014

Stephan Weigelt
Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung acrevis Bank AG. (Foto: acrevis)

Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung Acrevis Bank AG. (Foto: Acrevis)

St. Gallen – Acrevis Bank AG blickt nach eigenen Angaben auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Bruttogewinn, Betriebserfolg und Jahresgewinn liegen über dem Vorjahr. Der Geschäftsaufwand konnte dank dem 2013 initiierten «FIT»-Projekt reduziert werden. Das Jahr 2015 steht im Zeichen zukunftsweisender Projekte im Bereich des Private Bankings sowie einem Umbauprojekt am Hauptsitz St.Gallen., wie das Institut am Dienstag mitteilte.

Die Finanzbranche befindet sich seit Längerem mitten in einem Veränderungsprozess. Die Themen waren und sind mannigfaltig. Intensiv beschäftigten unverändert die Fragen zur Steuerkonformität, die mehr als bemer­kenswerten Entwicklungen an den Finanzmärkten, verbunden mit einer immer noch zunehmenden Re­gulierung. Um bei zu minimierenden Risiken, zuneh­mendem Konkurrenzkampf, Erfüllung internationaler Standards, weiteren Regulierungsvorschriften und stockendem Wirtschaftswachstum die notwendige Rentabilität aufrechtzuerhalten, braucht es enorme Anstrengungen.

Kundengelder und Ausleihungen gesteigert
Dass Acrevis ihr Ergebnis wiederum zu steigern ver­mochte, ist ausserordentlich erfreulich. Es zeigt, dass mit dem 2013 initiierten «FIT»-Projekt das erwünschte Resultat erreicht werden konnte und gute Vorausset­zungen geschaffen sind, um mit schlanken Prozessen effizient und mit hochstehender Qualität die kommen­den anspruchsvollen Jahre anzugehen.

Über den Erwartungen und fast synchron haben sich sowohl die Kundengelder (+4.8 %) als auch die Kundenausleihungen (+5.1 %) entwickelt. Der Aus­leihungsdeckungsgrad (Kundengelder/Ausleihungen) von 94.4 % darf unverändert als sehr gut qualifiziert werden.

Die leichte Reduktion des Zinsergebnisses (nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr), trotz des erfreu­lichen Wachstums des Geschäftsvolumens, ist auf das anhaltende – ja historische – Tiefstzinsniveau zurückzu­führen.

Die Wertberichtigungen und Verluste konnten auf tiefem Niveau gehalten werden, und das Asset- und Liability-Management, mit dem das Zinsänderungs­risiko gemessen und gesteuert wird, weist sowohl absolut als auch im Marktvergleich gute Werte aus.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnen die Depotgel­der (-11.0 %). Aufgrund der konsequenten Bereinigung von Verbindungen zu ausländischen sowie zu einzelnen grösseren institutionellen Anlegern entspricht dies den Erwartungen. Die Zunahme des Kommissionsertrages (+1.8 %) ist auf ausserordentliche Dienstleistungen bei der Erstellung von Steuerverzeichnissen zurückzufüh­ren.

Handelsgeschäft und tiefe Kosten erzeugen Mehrwerte
Während das Handelsgeschäft um 5.4 % gesteigert werden konnte, verzeichnet der übrige ordentliche Erfolg einen deutlichen Rückgang von 35.1 %. Dieser ist im Wesentlichen auf eine grosse Zurückhaltung bei Aktienanlagen in den Finanzanlagen und auf die norma­lisierten Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen.

Besonders erfreulich und wichtig ist der Rückgang des Geschäftsaufwandes um 6.4 %. Dies aufgrund des erwähnten «FIT»-Projektes. Der Betriebserfolg von CHF 22.9 Mio. (CHF 0.8 Mio. oder 3.6 % über dem Vorjahr) ermöglicht es, CHF 2.9 Mio. (Vorjahr: CHF 1.0 Mio.) den Reserven für allgemeine Bankrisiken zuzuweisen, der Generalversammlung einen Jahresgewinn von CHF 17.9 Mio. (Vorjahr: CHF 17.3 Mio.) zu präsentieren, Divi­dendenzahlungen von CHF 10.0 Mio. (unverändert CHF 32 pro Aktie) und weitere Reservezuweisungen von CHF 8.0 Mio. (Vorjahr: CHF 7.0 Mio.) zu beantragen.

Gute Eigenmittelausstattung
Die vorhandenen Eigenen Mittel (nach Gewinnver­wendung) betragen CHF 330.2 Mio. (+3.4 %). Die Kapitalquote nach Berücksichtigung des antizyklischen Kapitalpuffers beläuft sich auf 14.1 % (Vorjahr: 14.0 %) bei einer regulatorischen Zielgrösse von 11.2 %. Um künftigen Entwicklungen rasch erfolgreich begegnen zu können, schlägt Acrevis den Aktionären vor, dem Verwaltungsrat die Kompetenz zur Erhöhung des Ak­tienkapitals zu erteilen (genehmigte Kapitalerhöhung). Acrevis denkt dabei vor allem an sinnvolle Akquisitionen und an allfällige zusätzliche Anforderungen des Gesetz­gebers.

Keine Teilnahme am US-Programm
Acrevis verzichtet auf eine Teilnahme am US-Pro­gramm, zumal sich Ende 2014 bestätigte, dass die Regionalbank nie US-Personen akquiriert hat und keine Entscheide zur Verletzung des amerikanischen Rechtes getroffen wurden.

Die Generalversammlung der Acrevis Bank AG findet am Freitag, 27. März 2015 in St. Gallen statt.

Zukunftsweisende Projekte
Acrevis ist das neue Jahr mit Elan angegangen. Zukunftsweisende Projekte motivieren sie dabei:

  • Um sich im Private Banking der Zukunft erfolgreich zu positionieren, arbeitet Acrevis derzeit gemeinsam mit Experten aus der Wissenschaft an der Entwicklung einer einzigartigen Beratungslösung und an neuen Vermögensverwaltungsinstrumenten. Die Resultate werden in absehbarer Zeit vorgestellt.
  • Um den veränderten Kundenanforderungen zu entsprechen, steht zudem ein Umbauprojekt zur Neugestal­tung der Kundenzone im Erdgeschoss des Hauptsitzes in St.Gallen an. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich noch im Jahr 2015.

Beide Projekte richten sich nach dem weiterhin gültigen Motto «Acrevis – weil es um Sie geht!». (Acrevis/mc/ps)

Acrevis Bank N

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