AgaNola: Schadlos gehalten – Wandelanleihen profitieren von der steigenden Volatilität

Lukas Buxtorf
Von Lukas Buxtorf, Senior Portfolio Manager bei AgaNola AG. (Foto: AgaNola)

Pfäffikon SZ – Die Korrektur an den Börsen hat einige Investoren auf dem falschen Fuss erwischt. Doch nicht alle Anlageklassen mussten Federn lassen. Die hybride Anlageklasse der Wandelanleihen stellt in diesem anspruchsvollen Umfeld ihre Widerstandskraft unter Beweis.

Während der Weltaktienindex von MSCI sowie der Global Aggregate Bond Index von Bloomberg-Barclay in Franken abgesichert jeweils mehr als 1% verloren haben, gehören Wandelanleihen zu den wenigen Anlageklassen, die sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres schadlos halten konnten. Profitiert haben die „Wandler“ in dieser Zeit in erster Linie von der gestiegenen Volatilität an den Aktienmärkten. Zur Erinnerung: Der Wert einer Wandelanleihe errechnet sich aus dem Wert der inhärenten Obligation, der im Fachjargon als Bond Floor bezeichnet wird, sowie aus dem Wert des Wandelrechts, der mit zunehmender Volatilität steigt.

Nachdem die Aktienmärkte im vergangenen Jahr quasi frei von Turbulenzen nur den Weg nach oben kannten, hat sich die Marktstimmung Ende Januar schlagartig geändert. Wegen Inflationsängsten und steigender Zinsen entwickelten sich die Aktienmärkte seither in einer erratischen Zickzackbewegung. So fragt sich manch einer, ob es mit der langjährigen Hausse bald vorbei sein könnte. Anzunehmen ist jedenfalls, dass eine Fortsetzung des aktuellen Kurses der amerikanischen Notenbank – Erhöhung des Leitzinses/Abbau der Bilanz – die Volatilität weiter hoch halten wird.

Zwei Trümpfe für Wandelanleihen
Wandelanleihen stechen im derzeitigen Umfeld gleich mit zwei Trümpfen. Einerseits reagieren ihre Bond Floors dank der vergleichsweise kurzen Laufzeiten weniger sensibel auf steigende Zinsen als etwa herkömmliche Anleihen. Andererseits erweist sich das konvexe Risikoprofil der Wandler – höhere Partizipation an steigenden als an fallenden Aktienkursen – als umso wertvoller, je grösser die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist.

Zudem wirken sich höhere Zinsen und Kreditrisikoprämien insofern positiv auf den Primärmarkt aus, als Investoren bei Neuemissionen wieder attraktivere Konditionen einfordern können. Erste Anzeichen, die in diese Richtung deuten, waren bereits zu beobachten: Die jüngsten Neuemissionen von Carrefour (500 Mio. €) und NMC Health (450 Mio. $) konnten trotz Aufbesserungen der Konditionen nicht so ganz mühelos platziert werden. (AgaNola/mc/ps)

Über AgaNola
AgaNola AG ist ein spezialisierter Asset Manager im Privatbesitz mit Sitz in Pfäffikon,Schwyz. Neben der Spezialität Wandel- und Unternehmensanleihen zählen diverse Fonds zum Angebot. Das AgaNola-Leistungsspektrum reicht von der Beratung auf Produktebene über Managed Accounts bis hin zur Beratung von Anlagekomitees. Zu AgaNola-Kunden zählen Pensionskassen und private Anleger, wie HNWI und Family Offices.

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