AKB erhöht Gewinn im ersten Semester klar

Rudolf Dellenbach

AKB-Direktionspräsident Rudolf Dellenbach. (Foto: AKB)

Aarau – Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat im ersten Halbjahr ihr Ergebnis trotz der anhaltend tiefen Zinsumfelds deutlich verbessern können. Dank dem Verkauf des Swisscanto-Anteils kletterte der Reingewinn auf ein neues Rekordniveau. Auch für das Gesamtjahr gibt sich das Kantonsinstitut zuversichtlich.

Der Geschäftserfolg für die ersten sechs Monate 2015 verbesserte sich um 9,5% auf 98,8 Mio CHF, wie dem am Donnerstag veröffentlichten AKB-Halbjahresergebnis zu entnehmen ist. Der Reingewinn erhöhte sich gar um 50% auf 82,5 Mio. Darin enthalten ist auch der ausserordentliche Ertrag aus dem Verkauf der Beteiligung an Swisscanto an die ZKB von rund 16 Mio CHF. Aber auch ohne diesen Betrag wäre der Halbjahresgewinn auf dem höchsten je erzielten Wert ausgefallen, betont die Bank.

Im Zinsengeschäft konnte die AKB den nach neuen Rechnungslegungsvorschriften berechneten Nettoerfolg um 4,8% auf 132,2 Mio CHF steigern. Die Zunahme war nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen im ersten Semester mehr nicht beanspruchte Wertberichtigungen auflöste als sie neue bildete.

Retrozessionen noch nicht vollumfänglich kompensiert
Im Kommissionsgeschäft litt die Bank dagegen unter der Weitergabe der Retrozessionen an die Kundschaft, die noch nicht vollumfänglich kompensiert werden konnte: Der Ertrag bildete sich um 15% auf 30,5 Mio CHF zurück. Gleichzeitig stieg aber der Erfolg im Handelsgeschäft um rund 48% auf 25,8 Mio CHF. Wie bei anderen Finanzinstituten, wurde das Handelsgeschäft vom Entscheid der SNB, die Euro-Untergrenze aufzuheben, angetrieben.

Tieferer Geschäftsaufwand
Den Geschäftsaufwand konnte die AKB im Halbjahr um 1,3% auf 86,4 Mio CHF senken. Die Cost-Income-Ratio – exklusive Abgeltung der Staatsgarantie – sank damit noch weiter auf 42,5% (VJ 44,7%).

Hypothekarforderungen um 3% gestiegen
Die Bilanzsumme expandierte in den ersten sechs Monaten um 6,0% auf 22,7 Mrd CHF. Bei den Kundenausleihungen resultierte ein Anstieg um 2,2% auf 19,3 Mrd. Die Hypothekarforderungen, die den grössten Teil davon ausmachen, stiegen seit Ende 2014 um 3,0%. Die Kundengelder lagen mit 15,3 Mrd etwas unter dem Niveau der Vorjahresperiode (15,5 Mrd).

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die AKB ein „sehr gutes“ Geschäftsergebnis, dies unter der Prämisse, dass sich das Wirtschaftsumfeld nicht „dramatisch eintrübt“, wie es heisst. (awp/mc/pg)

AKB

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