Aktionäre der VP Bank stimmen Fusion mit Centrum Bank zu

Fredy Vogt

Fredy Vogt, Verwaltungsratspräsident VP Bank. (Bild: VP Bank)

Vaduz – Der Weg für den Zusammenschluss der Liechtensteiner VP Bank und Centrum Bank ist frei: Die Aktionäre der VP Bank haben der Fusion und einer Kapitalerhöhung an einer ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag zugestimmt.

Die Generalversammlung stimmte allen Anträgen des Verwaltungsrates zu, wie die VP Bank mitteilte. Nachdem die Aktionäre die Fusion der beiden Liechtensteiner Banken genehmigt haben, können die Unternehmen rechtlich vereinigt werden. Die beiden Banken schliessen sich unter dem Namen VP Bank AG zusammen.

Kapitalerhöhung genehmigt
Die Aktionäre genehmigten an der GV die Erhöhung des Aktienkapitals um rund 7 Mio CHF. Damit kann sich die bisherige Alleineigentümerin der Centrum Bank an der VP Bank AG im Umfang des Verkaufspreises beteiligen. Die VP Bank hatte im Januar das Geldhaus für 60 Mio CHF von der Marxer Stiftung für Bankwerte gekauft.

Zuvor war vereinbart worden, dass sich die Marxer Stiftung, die der Familie Marxer gehört, im selben Umfang an dem daraus hervorgehenden Gebilde beteiligt. Da die entsprechende Anzahl der Aktien am Markt nicht frei verfügbar war, beschloss der Verwaltungsrat eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der bisherigen Aktionäre. Die Marxer Stiftung hält nun 11,5% des Kapitals und 6,3% der Stimmrechte.

Stärkere Position
Durch die Übernahme der Centrum Bank erhofft sich die VP Bank auf dem Finanzplatz Liechtenstein eine deutlich stärkere Position. Das Kundenvermögen der VP Bank erhöht sich per Anfang 2015 um 7,1 Mrd auf 45,7 Mrd CHF. Mit der Übernahme will die VP Bank zudem Synergien nutzen – sprich Kosten sparen. 30 bis 40 Stellen werden abgebaut, wie es bei der Ankündigung im Dezember hiess.

Per 30. April sollen nun unter anderem die Kundenbeziehungen sowie die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeitenden der Centrum Bank auf die VP Bank übertragen werden. (awp/mc/ps)

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