Allianz beabsichtigt Squeeze-out und Delisting der verbleibenden Euler-Hermes-Aktien

Oliver Bäte
Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz. (Foto: Allianz)

München – Die Allianz teilt mit, dass der Streubesitz weniger als 5 Prozent beträgt und dass sie deshalb beabsichtigt, ein weiteres Erwerbsangebot für die ausstehenden Aktien von Euler Hermes, die noch nicht im Besitz der Allianz sind, zu unterbreiten. Unmittelbar danach wird ein Squeeze-out und Delisting der Euler Hermes Aktien erfolgen.

Wie am 14. Februar 2018 angekündigt, hat die Allianz ihre Beteiligung an Euler Hermes im Rahmen ihres vorherigen Erwerbsangebots auf 39.411.562 Aktien erhöht. Dies entspricht 92,43 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Euler Hermes. Aktionäre konnten das vereinfachte Erwerbsangebot zu einem Preis von Euro 122 je Euler Hermes Aktie im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 13. Februar 2018 annehmen. Nach Ablauf dieser Frist befanden sich noch 2.610.884 Aktien im Streubesitz [1]. Dies entsprach 6,12 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Euler Hermes.

Seitdem hat die Allianz Gruppe am Markt weitere 612.753 Euler Hermes Aktien zu einem Preis von Euro 122 je Aktie erworben, was einem Anteil von 1,44 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft entspricht.

Damit hält die Allianz Gruppe derzeit 40.024.315 Euler Hermes Aktien, entsprechend 93,86 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Euler Hermes. Der Aktienanteil im Streubesitz beträgt somit 1.998.131 Aktien und stellt 4,69 Prozent [2] des Grundkapitals und der Stimmrechte von Euler Hermes dar.

Weiteres vereinfachtes Erwerbsagenbot
In Fortführung des ursprünglichen Erwerbsangebots beabsichtigt die Allianz jetzt, den verbleibenden Minderheitsaktionären ein weiteres vereinfachtes Erwerbsangebot für alle ausstehenden Euler Hermes Aktien zu unterbreiten. Diesem Angebot wird unmittelbar ein Squeeze-out Verfahren und ein Delisting der Euler Hermes Aktien von der Euronext Börse in Paris folgen. Die Gegenleistung für eine Euler Hermes Aktie bleibt gegenüber dem vorherigen Erwerbsangebot unverändert und beträgt Euro 122 je Aktie in bar.

Dieses Erwerbsangebot ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Strategie der Allianz, in profitable Geschäfte zu investieren und ihre Position in Kernmärkten, insbesondere im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, auszubauen. Euler Hermes ist der führende globale Kreditversicherer und ein wichtiger Bestandteil der globalen Geschäftsbereiche der Allianz.

Die Transaktion wird keinen Einfluss auf das bereits für das Jahr 2018 angekündigte Aktienrückkaufprogramm der Allianz SE mit einem Volumen von bis zu Euro 2 Milliarden haben.

Der Aufsichtsrat von Euler Hermes wird voraussichtlich einen unabhängigen Sachverständigen bestellen, der einen weiteren Bericht über die Angemessenheit der vorgeschlagenen Finanzkonditionen erstellen wird.

Die Allianz geht davon aus, das Erwerbsangebot in den kommenden Wochen formell vorzulegen. Das Erwerbsangebot und der Entwurf der Angebotsunterlage bedürfen der vorherigen Freigabe durch die französische Wertpapieraufsichtsbehörde Autorité des marchés financiers (AMF). Vorbehaltlich der Genehmigung durch die AMF werden das Erwerbsangebot, Squeeze-out und Delisting voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 erfolgen. (Allianz/mc/ps)

[1] Ausgenommen 619.189 eigener Aktien, die im Besitz der Euler Hermes sind.

2 Da die Minderheitsaktionäre weniger als 5% des Grundkapitals und der Stimmrechte von Euler Hermes halten, sind die Voraussetzungen für einen Squeeze-out nach französischem Recht erfüllt.

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