Allianz Suisse-CEO: Niedrige Zinsen treffen das Lebengeschäft hart

Severin Moser
Allianz Suisse-CEO Severin Moser. (Foto: Allianz Suisse)

Allianz Suisse-CEO Severin Moser. (Foto: pd)

Interlaken – Die Allianz Suisse hat – wie die gesamte Versicherungsbranche – seit dem SNB-Entscheid vom Januar mit noch tieferen Zinsen zu kämpfen. Die im Lebengeschäft in früheren Jahren gewährten Garantien seien im derzeitigen Marktumfeld nicht mehr über die Anlagerenditen zu erwirtschaften, erklärte CEO Severin Moser im Interview mit AWP anlässlich des zweitägigen Swiss Economic Forum 2015, das am (heutigen) Freitag in Interlaken zu Ende geht.

Im ersten Quartal musste die Allianz Suisse die Reserven in der Lebensversicherung stärken. „Wir müssen die Reserven so festsetzen, damit wir im aktuellen Zinsumfeld die Verpflichtungen jederzeit erfüllen können“, sagte Moser.

Beliebte Vollversicherungslösung im BVG-Geschäft
Für die Schweizer Tochter des deutschen Versicherungskonzerns Allianz sind die KMU-Kunden ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts. Sowohl in der Sachversicherung, als auch im Geschäft mit der Beruflichen Vorsorge (BVG) strebt das Unternehmen Wachstum an. Die Vollversicherungslösung im BVG-Geschäft erfreut sich bei KMU nach wie vor einer guten Nachfrage – und sie dürfte weiter gross bleiben. „Die Firmen suchen in der Regel im zweiten Halbjahr nach Vorsorgelösungen für das Folgejahr. Ich gehe davon aus, dass das Bedürfnis tendenziell zunimmt“, so Moser.

In der Sachversicherung soll das in diesen Tagen lancierte Kombi-Produkt mit einem Bündel an Deckungen das Geschäft der Allianz Suisse mit KMU beleben. Wachsen will Moser mit der Gruppe etwa auch in der Motorfahrzeugversicherung. (awp/mc/ps)

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