Allianz Suisse mit solidem Jahresergebnis

Klaus-Peter Röhler

Allianz Suisse-CEO Klaus-Peter Röhler.

Zürich – Die Allianz Suisse Gruppe hat in einem herausfordernden Marktumfeld ein solides Jahresergebnis von 259,4 Mio. Franken erzielt. Bereinigt um den ausserordentlichen Erlös aus dem Verkauf von Alba und Phenix sowie von Versicherungsportfolios stieg der Jahresgewinn um 1,1 Prozent. Das operative Ergebnis verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent auf 289,4 Mio. Franken (2010: 286,8 Mio. Franken). In den Kerngesellschaften Allianz Suisse Versicherung und Allianz Suisse Leben betrug der Anstieg insgesamt 6,0 Prozent auf 275,6 Mio. Franken (2010: 260,0 Mio. Franken).

Während der Bereich Schaden- und Unfallversicherungen mit einem Prämienvolumen von 1’741,8 Mio. Franken nahezu konstant auf Vorjahresniveau blieb (2010: 1’745,9 Mio. Franken), verzeichnete das Lebengeschäft laut einer Medienmitteilung mit 2’138,9 Mio. Franken (2010: 2’073,0 Mio. Franken) ein Plus von 3,2 Prozent.

«Die Allianz Suisse hat ihre Marktposition trotz der Rahmenbedingungen behauptet und ein solides Resultat erzielt. In unserem Kerngeschäft haben wir Stabilität bewiesen und können zudem auf eine solide Kapitalisierung zählen. Ich habe ein sehr gut bestelltes Haus übernommen,» kommentiert der neue CEO der Allianz Suisse, Klaus-Peter Röhler, das Jahresergebnis.

Reduzierte Schadenquote
«Wir sind in einer Konsolidierungsphase mit Fokus auf Qualität. Dies zeigt sich in einer reduzierten Schadenquote sowie der Erhöhung der Produktivität im Vertrieb und Steigerung der Servicequalität gegenüber den Kunden. Wir haben unsere Kostenführerschaft verteidigt und können mit neuen innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie Servicegarantien zusätzlichen Mehrwert für unsere Kunden generieren. Diese Resultate für den Kunden sind überaus wichtig und wir werden den Kundenfokus weiter vertiefen. Wir schaffen damit die Basis für weiteres profitables Wachstum, auch wenn das Marktumfeld in der Versicherungswirtschaft in diesem Jahr herausfordernd bleiben wird», so Röhler. «Die Allianz Suisse jedenfalls ist gut aufgestellt.»

Allianz Suisse Versicherung: Markanter Gewinnananstieg
Die Bruttoprämieneinnahmen der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG blieben im Berichtsjahr mit 1’741,8 Mio. Franken (2010: 1’745,9 Mio. Franken) nahezu konstant. Erfreulich aus Sicht der Allianz Suisse ist vor allem die Tatsache, dass die Schadenquote um 0,7 Prozentpunkte auf 73,1 Prozent gesenkt werden konnte – trotz einer Nettoschadenbelastung aufgrund der Hagelzüge im Sommer von rund 67,3 Mio. Franken. «Das zeigt, dass unsere Massnahmen greifen. Mit einer risikoorientierten Zeichnungspolitik, verbesserten Arbeitsprozessen und einer effizienteren Schadenerledigung haben wir die Profitabilität in der Schaden- und Unfallversicherung gesteigert,» betont Stefan Rapp, CFO der Allianz Suisse.

Im Anstieg der Kostenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent sind drei Entwicklungen reflektiert: Reduzierte Verwaltungskosten, Investitionen in den Vertrieb und insbesondere positive Einmaleffekte im Vorjahr bei den aktivierten Akquisitionskosten. Insgesamt resultiert für 2011 eine verbesserte Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) von 95,2 Prozent (2010: 95,6).

Das operative Ergebnis der Allianz Suisse Versicherung lag 2011 bei 182,3 Mio. Franken und damit um 8,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Jahresgewinn belief sich auf 174,0 Mio. Franken. Das um Sondereffekte bereinigte Plus beläuft sich auf 13,0 Prozent. Neben dem gesteigerten operativen Gewinn schlagen sich im Jahresgewinn leicht höhere Verkaufserlöse aus Aktien und Obligationen nieder.

Allianz Suisse Leben: Deutliche Prämiensteigerung
Auch die Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft AG blickt nach Unternehmensangaben auf ein solides Geschäftsjahr 2011 zurück: Die Bruttoprämien stiegen erneut deutlich um 3,2 Prozent auf 2’138,9 Mio. Franken (2010: 2’073,0). Der Bereich Einzelleben legte um 4,3 Prozent zu. Besonders erfreut zeigt sich Allianz Suisse mit der hohen Nachfrage nach den neu lancierten Produkten Kindervorsorge und Balance Invest. Das Wachstum im BVG-Geschäft (Kollektivleben) betrug 2,9 Prozent. Als Herausforderung sieht Rapp das historisch tiefe Zinsniveau und die europäische Schuldenkrise. Von Abschreibungen aufgrund der europäischen Schuldenkrise ist die Allianz Suisse allerdings nicht betroffen.

Der Jahresgewinn von Allianz Suisse blieb mit 74,5 Mio. Franken (2010: 74,7) praktisch unverändert. Das operative Ergebnis stieg um 2,0 Prozent auf 93,3 Mio. Franken (2010: 91,5 Mio. Franken). Die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen stiegen um 13,0 Prozent auf 168,8 Mio. Franken. Der Anstieg ist auf höhere Provisionsaufwendungen zurückzuführen. Demgegenüber sanken die Verwaltungsaufwendungen um 8,6 Prozent auf 38,1 Mio Franken. Die Gesamtkostenquote in Relation zu den Nettoprämien beläuft sich auf 7,9 Prozent. (Allianz Suisse/mc)

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