Allianz Suisse steigert Prämien und Gewinn

Severin Moser
Severin Moser, CEO Allianz Suisse. (Foto: zvg)

Zürich – Die Allianz Suisse Gruppe blickt auf ein solides Halbjahresergebnis zurück: Das Gesamt-Prämienvolumen stieg um 5,4 Prozent auf 2,82 Mrd Franken. Zu diesem Prämienanstieg beigetragen hat vor allem das Kollektivlebengeschäft mit einem Plus von 13,3 Prozent auf 1,18 Mrd Franken. Das Sachgeschäft legte um 0,5 Prozent auf 1,46 Mrd Franken zu. Der Gewinn stieg vor allem aufgrund eines schadenarmen Halbjahres mit wenig Naturereignissen und verbesserter Basisschadenquote um 15,1 Prozent auf 148,1 Mio Franken.

«Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen, obwohl die Herausforderungen mit weiter sinkenden Zinsen und einem zunehmend weichen Markt in der Schweiz nicht kleiner geworden sind», lautet das Fazit von Severin Moser, CEO der Allianz Suisse. «Zudem trüben sich die Konjunkturerwartungen zunehmend ein. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden unseren Fokus auf Kundenzufriedenheit sowie die Verbesserung unserer Produkte und Prozesse in diesem Jahr
weiter schärfen», blickt Moser voraus.

Sachgeschäft: Konsolidierung auf hohem Niveau
Nach vier Jahren mit überdurchschnittlichem Wachstum hat sich das Sachgeschäft auf hohem Niveau konsolidiert. Zum Prämienplus von 0,5% beigetragen haben vor allem das Unternehmensgeschäft sowie die Rechtsschutzversicherungen. Die Integration der Anfang 2018 erworbenen DAS Rechtsschutzversicherung Schweiz in die CAP Rechtsschutzversicherung ist weitestgehend abgeschlossen. Zudem investierte die Allianz Suisse in diesem Jahr in ihre digitalen Prozesse und die Verbesserung des Kundenerlebnisses. So wurde der Webauftritt unter allianz.ch und cap.ch komplett neu gestaltet und die User Experience damit erhöht. Die im Frühjahr lancierte Online-Schadenmeldung erleichtert für die Kunden zudem die Schadenprozesse.

Was die Schadenbelastung aus Naturereignissen und die Basisschadenquote anbelangt, verlief das erste Halbjahr positiv: So stieg der Gewinn im Sachgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,5 Prozent auf 102,6 Mio Franken. Die Schaden/-Kostenquote (Combined Ratio) verbesserte sich aufgrund der geringeren Schadenbelastungen sowie optimierter Schadenprozesse deutlich um 2,8 Prozentpunkte und lag nach den ersten sechs Monaten bei 89,9 Prozent (Vorjahr: 92,7 Prozent).

Lebengeschäft: Vollversicherung stark nachgefragt
Das Lebengeschäft profitierte im ersten Semester von der unverändert starken Nachfrage nach Vollversicherungen. So steigerte die Allianz Suisse das Prämienvolumen im Kollektivlebengeschäft um 13,3 Prozent auf 1,18 Mrd Franken.

Im Einzellebengeschäft bietet die Allianz Suisse seit dem Frühjahr mit Flex Saving ein neues Vorsorgeprodukt, das ungezwungenes Sparen mit dem Risikoschutz einer Lebensversicherung verbindet. «Die Reform der Altersvorsorge kommt nicht wirklich vom Fleck und an der privaten Altersvorsorge führt deshalb kein Weg vorbei. Mit Flex Saving ergänzen wir unser Produktportfolio optimal und sprechen breite Kundengruppen an, für die Altersvorsorge aber auch volle Flexibilitäteine wichtige Rolle spielen. Mit dem im Markt bislang einzigartigen Produkt treffen wir den Puls der Zeit, die Nachfrage liegt über unseren Erwartungen», zeigt sich Stefan Rapp, CFO der Allianz Suisse, vom Potenzial überzeugt.

Insgesamt betrug das Prämienvolumen im Einzel- und Kollektivlebengeschäft im ersten Halbjahr 1,36 Mrd Franken, wass einem Plus von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Gewinn stieg um 1,3 Prozent auf 45,5 Mio Franken. (mc/pg)

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