Bank Cler verbessert operativen Gewinn im Halbjahr deutlich

Samuel Meyer
Samuel Meyer CEO der Bank Cler. (Foto: zvg)

Basel – Die Bank Cler hat im ersten Halbjahr die Erträge gesteigert und beim operativen Gewinn deutlich zugelegt. Mit ihrer Neobanking-App Zak verzeichnet sie mittlerweile gut 52’000 Nutzerinnen und Nutzer.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis verbesserte sich um fast 21 Prozent auf 42,5 Millionen Franken, wie die zum BKB-Konzern gehörende schweizweit operierende Bank am Donnerstag mitteilte. Das gute Ergebnis sei für die Erhöhung der Kapitalreserven genutzt worden. In der Folge legte der Halbjahresgewinn nur leicht um 2,0 Prozent auf 20,5 Millionen Franken zu.

Zahlungs-Dienstleistungen
Der Geschäftsertrag stieg in den ersten sechs Monaten um 3,1 Prozent auf 125,5 Millionen Franken zu. Dabei konnte die Bank vor allem im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+10,3% auf 29,9 Mio) zulegen. Zum Wachstum trugen nicht zuletzt auch Dienstleistungen im Bereich des Bezahlens bei, wie es in der Mitteilung heisst. So bietet Cler der Kundschaft bargeldlose Lösungen wie Mobile Payment oder Peer-to-Peer-Zahlungen in der Zak-App an.

Im Zinsengeschäft erhöhte die Bank den Erfolg leicht (+0,6% auf 89,4 Mio), dies bei einer moderaten Zunahme der Hypothekarforderungen (+1,2%). Dabei profitierte Cler von tieferen Refinanzierungs- und Absicherungskosten.

Tiefere Kosten
Auf der Kostenseite profitierte Cler weiter von der «Bündelung der Kompetenzen» im BKB-Konzern und effizienteren Organisationsstrukturen. Insbesondere der Sachaufwand fiel entsprechend klar tiefer aus. Insgesamt ging der Geschäftsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,6 Prozent auf 77,9 Millionen Franken zurück.

Auch im Rest des Jahres erwartet die BKB-Tochter ein anspruchsvolles Umfeld, geprägt von geopolitischen Spannungen, volatilen Finanzmärkten und dem Inflationsdruck. Insgesamt geht sie im Zinsengeschäft aber von einem stabilen Ergebnis und von höheren Erträgen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus. Im Gesamtjahr 2022 soll daher ein höherer Geschäftserfolg und bei einer weiteren Stärkung der Kapitalbasis ein leicht höherer Gewinn resultieren. (awp/mc/ps)

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