Bank of England verändert Geldpolitik nicht – Hoffnung auf Trump-Effekt

Mark Carney
Grossbritanniens Notenbankgouverneur Mark Carney. (Foto: BoE/Flickr)

London – Die britische Notenbank bleibt ihrem lockeren geldpolitischen Kurs treu. Wie die Bank of England am Donnerstag in London mitteilte, beträgt der Leitzins weiterhin 0,25 Prozent. Auch am bestehenden Wertpapierkaufprogramm werde nichts geändert. Zur Lage der Weltwirtschaft zeichnen die Notenbanker ein durchwachsenes Bild. Einerseits könnte eine Lockerung der Fiskalpolitik in den USA stützen, andererseits gebe es aber auch Risiken.

Die Entscheidung, den geldpolitischen Kurs beizubehalten, sei einstimmig gefallen, so die Währungshüter. Auf das aktuelle Niveau hatte die Notenbank den Leitzins wenige Wochen nach dem Brexit-Votum im Sommer reduziert und das Volumen der Wertpapierkäufe zur Konjunkturstützung aufgestockt. Die derzeitige Höhe von insgesamt 435 Milliarden Pfund liessen die Notenbanker am Donnerstag ebenso unverändert. Bankvolkswirte hatten mit den diesen Entscheidungen gerechnet.

Wirtschaftslage ambivalent
Die wirtschaftliche Lage sehen die Notenbanker ambivalent. Seit November seien die langfristigen Zinsen in Grossbritannien und weltweit gestiegen, heisst es in der Mitteilung. «Teilweise spiegelt dies Erwartungen einer lockereren Fiskalpolitik in den USA wider.» Sollte diese tatsächlich umgesetzt werden, dürfte dies demnach die seit dem Sommer leicht anziehende Weltwirtschaft stützen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hat deutlich höhere Staatsausgaben versprochen, um die Infrastruktur zu verbessern.

«Gleichzeitig ist der globale Ausblick aber fragiler geworden», so die Währungshüter weiter. Dies sei auf Risiken in China, der Eurozone und in einigen Schwellenländern zurückzuführen. Ausserdem sei die Unsicherheit über die künftige Politik gestiegen. (awp/mc/ps)

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