Bargeldloser Zahlungsverkehr steigt 2013 weltweit um 9,4%

Kreditkarten

(Foto: Robert Kneschke – Fotolia.com)

Zürich – Das Volumen der bargeldlosen Zahlungen wird 2013 voraussichtlich um 9,4 Prozent auf 366 Milliarden Transaktionen steigen. Bedingt wird dies durch das starke Wachstum in aufstrebenden Märkten sowie den zunehmenden Einsatz von Kredit- (gestiegen um 9,9 Prozent) und Debit-Karten (gestiegen um 13,4 Prozent) vor allem bei elektronischen (E) und mobilen (M) Zahlungsvorgängen.

Da der Anteil von E- und M-Zahlungen nach wie vor stark wächst und der regulatorische Druck steigt, sucht die Zahlungsbranche neue und innovative Wege, um den Kundenanforderungen zu entsprechen. Das zeigen die Ergebnisse des zehnten, jährlich erscheinenden World Payments Report von Capgemini und der Royal Bank of Scotland (RBS).

Aufstrebende Märkte weiterhin entscheidend für Wachstum
Insgesamt sind mehr als 50 Prozent des weltweiten Wachstums im bargeldlosen Zahlungsverkehr auf Schwellenländer zurückzuführen, obwohl diese mit 93 Milliarden Transaktionen nur ein Viertel (25,5 Prozent) des Marktes ausmachen. China bleibt ein relativ unterentwickelter Markt für bargeldlose Transaktionen. Seine Bevölkerungsentwicklung und Wachstumsrate lassen allerdings unter bestimmten Bedingungen darauf schliessen, dass es die USA und die Eurozone innerhalb der nächsten fünf Jahre überholen könnte. Derzeit lebt jeder fünfte Mobile Banking Nutzer in China.

Dicht auf China folgen Mitteleuropa, der Nahe Osten und Afrika (CEMEA) mit hohen Wachstumsraten von 23,8 Prozent, dahinter liegen die Schwellenländer Asiens mit 22,8 Prozent und Lateinamerika mit 11,0 Prozent. Trotz des hohen Wachstums in den aufstrebenden Märkten, führen noch die USA und die Eurozone bei der Anzahl der bargeldlosen Transaktionen pro Einwohner. Finnland, mit 448 Transaktionen pro Person und Jahr, ist nach wie vor der klare Marktführer und verzeichnete 2012 ein Wachstum von 10,6 Prozent. Damit übertrifft es andere Nationen in Europa und Nordamerika. Die USA haben die zweithöchste Anzahl von bargeldlosen Transaktionen pro Einwohner mit 376, verzeichneten aber lediglich ein Wachstum von 2,6 Prozent für das Jahr 2012.

E- und M-Payment werden eins
Tablets und Smartphones werden verstärkt genutzt, dadurch entsteht eine Konvergenz von E- und M-Zahlungen und es ergeben sich neue Herausforderungen für Zahlungsdienstleister. Bis 2015 erwartet man ein durchschnittliches Wachstum an M-Zahlungen von 60,8 Prozent jährlich. E-Zahlungen werden in den kommenden Jahren voraussichtlich langsamer wachsen, mit 15,9 Prozent pro Jahr, da immer mehr Menschen mobile Endgeräte für Zahlungen verwenden. Dieser Trend verstärkt zusätzlich den Druck auf Zahlungsdienstleister. Sie müssen ihre Infrastruktur für Zahlungsabwicklungen modernisieren, um eine breite Palette an kundenorientierten Innovationen zu ermöglichen.

„Der zehnte World Payments Report bestätigt, dass die Transformation der Zahlungsverarbeitung von den meisten traditionellen Zahlungsanbietern zur Priorität wurde – und das in kürzester Zeit“, erklärt Ingo Weinem, Leiter Financial Services bei Capgemini in der Schweiz. „Sowohl der Wettbewerb als auch neue Regulierungsinitiativen haben den Druck erhöht, um für Kunden einen Mehrwert mit Innovationen zu generieren wie beispielsweise durch Square, IZettle, und Swift. Von Anbieterseite erfordert dies eine langfristige Vision für die Zahlungsabwicklung, die taktisch durch strategische, agile Kurzzeitprojekte umgesetzt werden kann. Somit können schnell Gewinne und langfristig Mehrwert generiert werden.“

Der Bericht bezieht sich auch auf mittel- und längerfristige Transformationsprioritäten. Dies beinhaltet die Schaffung einer integrierten Zahlungsplattform (mit einer gemeinsamen Basis für private und geschäftliche Zahlungen), die Anwendung des Zahlungs-Hub- Konzeptes für alle Zahlungsbereiche und die Thematisierung der Karten/Zahlungs-Konvergenz als wesentlichen Schritt hin zu kundenorientierten Innovationen. (Capgemini/mc/pg)

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