BayernLB macht wieder Gewinn

Gerd Häusler

BayernLB-CEO Gerd Häusler.

München – Die BayernLB verdient nach zwei Jahren mit Milliardenverlusten wie erhofft wieder Geld. Im Geschäftsjahr 2010 fuhr die lange Zeit arg gebeutelte Landesbank einen Vorsteuergewinn von rund 800 Mio Euro ein und liegt damit über den eigenen Erwartungen, wie die BayernLB am Montag überraschend mitteilte.

Neben den besseren Geschäften haben die deutlich gesunkene Vorsorge für faule Kredite und geringere Verwaltungsausgaben zu dem Gewinn beigetragen. Die vollständige Bilanz legt die Bank am 30. März vor.

Geschäftsmodell scheint sich zu bewähren
«Wir sehen daran, dass wir mit unserem auf den Kunden ausgerichteten Geschäftsmodell auf einem guten Weg sind», sagt Vorstandschef Gerd Häusler der Pflichtmitteilung zufolge. Anders als noch im November erwartet schrieb die Bank auch im Schlussquartal des vergangenen Jahres schwarze Zahlen und sei für die Zukunft gut aufgestellt. «Der beste Beleg hierfür ist, dass das operative Ergebnis nahezu vollständig aus denjenigen Geschäftsbereichen stammt, die in einer neuen BayernLB für das Kerngeschäft der Zukunft stehen.»

Milliardenverluste in den Vorjahren
Milliardenschwere Fehlspekulationen auf dem US-Immobilienmarkt und das Desaster um den Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hatten der BayernLB in den vergangenen beiden Jahren noch Verluste von zusammen nahezu acht Milliarden Euro eingebrockt. In der Finanzkrise musste der Freistaat Bayern die Bank mit rund 10 Milliarden Euro stützen und so am Leben halten. Die Folgen waren unter anderem eine Schrumpfkur und der Abbau tausender Arbeitsplätze.

Vorsorge für faule Kredite drastisch reduziert

Unter der Führung von Häusler, der das Ruder Mitte April 2010 übernommen hatte, soll sich die BayernLB wieder ganz auf das Mittelstands- und Privatkundengeschäft konzentrieren. «Nach mehreren Jahren hoher Verluste stellt sich das vorläufige Jahresergebnis für 2010 für die Bank überaus erfreulich dar.» Drastisch reduziert hat die Bank im vergangenen Jahr die Vorsorge für faule Kredite. Trotz der Massnahmen für die ungarische Tochter MKB Bank sank die Risikovorsorge auf rund 800 Millionen Euro. Angesichts der Risiken aus dem HGAA-Debakel waren es 2009 noch 3,3 Milliarden Euro. (awp/mc/ps/21)

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