Börsenboom beflügelt Morgan Stanley

James Gorman
James Gorman, CEO Morgan Stanley.

Bankchef James Gorman.

New York – Die Rekordjagd an den Börsen hat der US-Investmentbank Morgan Stanley einen guten Jahresauftakt beschert. Der Überschuss legte im ersten Quartal um 60 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu, wie das Institut am Montag in New York mitteilte. Dazu trugen neben einer zehnprozentigen Steigerung der Einnahmen auch eine Steuergutschrift und ein Sondergewinn aus der Bilanzierung der eigenen Verbindlichkeiten bei. Aber auch bereinigt um die Einmaleffekte übertraf Morgan Stanley die Erwartungen von Analysten.

Wie bereits die Konkurrenten Goldman Sachs und JPMorgan , die ihre Quartalszahlen in der vergangenen Woche präsentierten, profitierte Morgan Stanley von einem deutlich gestiegenen Handelsvolumen an den Finanzmärkten. Das lange Zeit schwächelnde Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen nahm kräftig zu. Auch der für Morgan Stanley sehr wichtige Handel mit Aktien wuchs kräftig. Die Quartalsdividende soll nun um 50 Prozent auf 15 Cent pro Aktie steigen.

Eigenkapitalrendite von mehr als 5 Prozent im Visier
Allerdings war zuletzt Vorsicht bei den Zahlen des Wall-Street-Hauses geboten. In vier der vergangenen fünf Quartale musste die Bank ihre ursprüngliche Bilanz später korrigieren, weil die Kosten unter anderem für Rechtsstreitigkeiten stiegen.

In diesem Jahr will Vorstandschef James Gorman erstmals seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren die Eigenkapitalrendite auf mehr als 5 Prozent heben. Im traditionell starken ersten Quartal lag die bereinigte Rendite bei gut 10 Prozent. Gorman hatte dazu zuletzt das Handelsgeschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen eingedampft und die Vermögensverwaltung ausgebaut. (awp/mc/ps)

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