Börsengang soll «Farmville»-Anbieter 900 Mio bringen

Mark Pincus

Mark Pincus, CEO und Chief Product Officer Zynga.

New York – Der Börsengang des Onlinespiele-Anbieters Zynga, der unter anderem das populäre Facebook-Game «Farmville» betreibt, könnte laut US-Medienberichten etwas kleiner als zunächst erwartet ausfallen. Zynga wolle mit der Platzierung von rund zehn Prozent der Anteile etwa 900 Millionen Dollar einnehmen.

Dies berichteten unter anderem die «New York Times» und das «Wall Street Journal» am Donnerstag. Als Zynga im Sommer die Börsenpläne ankündigte, war über ein Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar spekuliert worden.

Spanne für Aktienpreis bei 8 bis 10 Dollar
Zynga wolle die Spanne für den Aktienpreis bei 8 bis 10 Dollar ansetzen, hiess es jetzt unter Berufung auf informierte Personen. Das gesamte Unternehmen wäre damit bis zu 10 Milliarden Dollar wert – deutlich weniger als die früher kolportierten 15 bis 20 Milliarden. Es ist eine schwierige Zeit für Internet-Börsengänge: Die schwache US-Wirtschaft und die Euro-Krise in Europa verunsichern die Investoren. Die Aktien mehrerer Online-Firmen, die in diesem Jahr zunächst mit Kurssprüngen aufs Parkett gestürmt waren, dümpeln jetzt unter dem Ausgabepreis herum.

Riesige Kundschaft

Spiele wie «Farmville», «Cityville» oder «Mafia Wars» bringen Zynga unter anderem dank Facebook als Plattform eine riesige Kundschaft von mehr als 220 Millionen Teilnehmern pro Monat. In den ersten neun Monaten 2011 verdiente die Firma aus San Francisco rund 30 Millionen Dollar bei Umsätzen von rund 830 Millionen Dollar. Das Geld kommt vor allem aus dem Verkauf virtueller Güter in den Spielen – etwa Traktoren für «Farmville»-Äcker. (awp/mc/ps)

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