Britische Notenbank öffnet Tür für straffere Geldpolitik

Mervyn King

Notenbankgouverneur Mervyn King.

London – Die britische Notenbank hat die Tür für eine straffere Geldpolitik einen Spalt weit geöffnet. Sollte der Leitzins entsprechend den Markterwartungen steigen, sei die Chance einer Inflationsrate von zwei Prozent in zwei Jahren in etwa ausgeglichen, heisst es in dem jüngsten Inflationsbericht der Bank of England (BoE) vom Mittwoch.

Derzeit liegt die Inflation in Grossbritannien mit 4,0 Prozent doppelt so hoch wie der Zielwert der Notenbank von zwei Prozent. Der Leitzins liegt auf einem Rekordtief bei 0,5 Prozent. Im laufenden Jahr dürfte die Inflationsrate weiter zulegen, heisst es in dem Bericht. Für Ende 2013 geht die Notenbank von einer Rate bei 1,7 Prozent aus – allerdings nur, wenn der Leitzins steigt.

Der Ausblick der britischen Notenbank geht davon aus, dass der Leitzins bis Ende 2011 auf 1,0 Prozent steigt und Ende 2012 bei zwei Prozent liegt. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung zeigt sich der geldpolitische Ausschuss nach wie vor gespalten. Diese Ungewissheit gilt als Hauptgrund, warum es im geldpolitischen Ausschuss zuletzt Befürworter sowohl für eine straffere als auch für eine noch lockere Geldpolitik gegeben hat. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.