BSI baut weltweit 160 Stellen ab

Stefano Coduri

BSI-CEO Stefano Coduri.

Lugano – Die Tessiner Privatbank BSI baut im Rahmen eines Restrukturierungsplans weltweit 160 Arbeitsplätze ab. Eine BSI-Sprecherin bestätigte am Mittwoch gegenüber der AWP entsprechende Presseberichte. Die BSI war im Sommer vom Versicherungskonzern Generali an die brasilianische BTG Pactual verkauft worden.

Die Zahl von 160 abzubauenden Stellen wurde an einer Mitarbeiterversammlung vom Dienstagabend zum Restrukturierungsplan genannt. Über Einzelheiten der Restrukturierung, die offenbar von Herbst 2014 bis Ende 2015 umgesetzt werden soll, wollte die BSI-Sprecherin allerdings keine Auskunft geben. Derzeit seien Gespräche mit den involvierten Parteien im Gang, insbesondere mit der Personalkommission, erklärte sie. Die Einzelheiten des Sozialplans sollen Ende Oktober bekanntgegeben werden.

Rund 100 Entlassungen
Gemäss den Berichten in den lokalen Medien dürfte der Stellenabbau zu rund 100 Entlassungen führen, des weiteren seien etwa 40 Frühpensionierungen sowie ungefähr zehn Versetzungen in andere Gruppengesellschaften vorgesehen.

Zu den möglichen Einsparungen durch das Restrukturierungsprogramm wollte sich die BSI ebenfalls nicht äussern. «Der Plan sieht Einsparungen sowohl bei den Betriebskosten wie beim Personal vor», sagte sie. Die BSI beschäftigt derzeit rund 2000 Mitarbeitende, 1385 davon in der Schweiz.

Bei Verkauf an BTG Pactual Stellenabbau verneint
Die Vertreter der BTG Pactual hatten im Juli bei der Bekanntgabe der Übernahme der BSI noch erklärt, dass es zu keinem Personalabbau kommen werde. «Die BSI und BTG Pactual ergänzen sich perfekt, weil wir bisher im Bereich Wealth- und Assetmanagement in Europa nur schwach vertreten sind», hatte der Finanzchef der brasilianischen Bank damals erklärt. (awp/mc/pg)

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