Vaudoise verdient im Halbjahr trotz Hagelschäden mehr

Vaudoise verdient im Halbjahr trotz Hagelschäden mehr
Vaudoise-Hauptsitz in Lausanne. (Foto: Vaudoise)

Lausanne – Die Vaudoise Versicherung hat im ersten Halbjahr 2021 trotz der Hagelschäden im Juni mehr verdient als im Vorjahr. In Zusammenhang mit dem Hagelereignisssen ist die Bruttoschadenbelastung nur leicht gestiegen. Für den Rest des Jahres zeigt sich der Versicherer zuversichtlich.

Konkret nahm der Reingewinn um 7,1 Prozent auf 65,2 Millionen Franken zu. Die Bruttoschadenbelastung stieg derweil um 5,3 Millionen auf 323,1 Millionen. Dies stehe in Zusammenhang mit dem Prämienwachstum und den Hagelereignissen im Juni, teilte die genossenschaftlich organisierte Gruppe am Donnerstag mit.

Per 30. Juni 2021 beliefen sich die Nettokosten der Hagelereignisse auf 26,0 Millionen Franken, mit rund 7300 Dossiers. Die Vaudoise-Gruppe schätzt die Nettokosten für Elementarereignisse während des ganzen Sommers (Hagel und Überschwemmungen) auf 40 Millionen (10’000 gemeldete Fälle), das heisst 14 Millionen zusätzlich zu den in der Halbjahresrechnung 2021 erfassten Kosten.

Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) sei trotz der Hagelschäden bei «soliden» 92,8 Prozent geblieben (VJ 94,2%), heisst es weiter.

Der Umsatz wiederum stieg um 5,2 Prozent auf 864,4 Millionen. Die gebuchten Nettoprämien erhöhten sich auf 823,4 Millionen von 784,2 Millionen, wobei das Wachstum der gebuchten Netto-Prämien im Nichtleben-Geschäft bei 4,5 Prozent lag. Dabei sei mit +5,2 Prozent vor allem in der Deutschschweiz ein «starker» Anstieg verzeichnet worden, heisst es weiter.

Die Motorfahrzeugversicherungen, die wichtigste Branche im Portefeuille der Vaudoise, stiegen um 3,2 Prozent. Die Sachversicherungen verzeichnen einen Anstieg von 4,3 Prozent, während sich das Haftpflichtsegment in einem stark umkämpften Markt negativ entwickelt habe.

Die Prämien im Einzelleben verzeichnen einen Anstieg von 15,3 Prozent im Vergleich zum 30. Juni 2020. Bei den Lebensversicherungen ist das Prämieninkasso im ersten Halbjahr 2021 um 14,9 Prozent gestiegen.

Eigenkapital gestiegen
Das Anlagevolumen wiederum nahm um 239,2 Millionen auf 7,8 Milliarden zu. Der nicht annualisierte Anlageertrag gemäss Erfolgsrechnung beläuft sich auf 1,2 Prozent und bleibt damit identisch zum ersten Halbjahr 2020.

Das Eigenkapital der Gruppe lag Mitte Jahr bei 2,3 Milliarden Franken und stieg somit um 8,5 Prozent im Vergleich zu Ende 2020. Die Quote des Schweizer Solvenztests (SST) wird mit 317 Prozent angegeben, was die Gesellschaft als «robust» bezeichnet.

Für den weiteren Ausblick gibt sich die Vaudoise zuversichtlich. Das Halbjahresergebnis sei eine gute Ausgangsbasis, um die zweite Jahreshälfte anzugehen, trotz der Unsicherheit aufgrund der Wirtschafts- und Gesundheitslage, heisst es weiter.

Das versicherungstechnische Ergebnis, ohne die Finanzergebnisse, werde auf einem guten Niveau liegen. Die Gruppe hält am Vorhaben fest, 2021 im Nichtleben-Bereich um über 3 Prozent zu wachsen. Darüber hinaus dürften die gesetzten Ziele für die Vermarktung der Lebenprodukte mit einem Umsatz weit über demjenigen des Vorjahres erreicht werden, schreibt Vaudoise weiter. (awp/mc/ps)

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