China kritisiert ultra-expansive Geldpolitik der Fed

Zhou Xiaochuan

Zhou Xiaochuan, Chef der chinesischen Zentralbank.

Hainan – Chinas Zentralbankchef Zhou Xiaochuan hat die USA vor einer Fortsetzung der extrem expansiven Geldpolitik gewarnt. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) habe bei ihren geldpolitischen Entscheidungen auch die Verantwortung, die globalen Effekte der Massnahmen zu bedenken, sagte Zhou Xiaochuan auf einer Podiumsdiskussion in Hainan. Zuletzt hätten die Volkswirtschaften der Schwellenländern unter einem Einbruch der internationalen Kapitalströme gelitten.

«Der US-Dollar ist nach wie vor die weltgrösste Reserve-Währung», sagte der chinesische Notenbankchef. Die Fed sollte daher bei ihren Entscheidungen nicht ausschliesslich die Entwicklung der US-Wirtschaft im Blick haben, sondern auch die Effekte der Entscheidungen auf die Weltwirtschaft. Zhou Xiaochua bezog sich mit seinen Aussagen vor allem auf die Diskussion über eine Lockerung der Geldpolitik, einer weiteren Stufe des «Quantitive Easing», dem sogenannten «QE3».

Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen der Fed
US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche mit pessimistischen Aussagen zur Lage auf dem US-Arbeitsmarkt für Wirbel an den Finanzmärkten gesorgt. Seine Aussagen wurden gemeinhin als ein Hinweis für eine Fortsetzung der ultra-expansiven Geldpolitik gedeutet und weckte Hoffnungen auf weitere Konjunkturhilfen der Fed. (awp/mc/pg)

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