Clientis 2011 mit verbessertem Bruttogewinn

Hans-Ulrich Stucki

Clientis-CEO Hans Ulrich Stucki.

Zürich – Die 20 Regionalbanken der Clientis Gruppe haben den Gewinn im Geschäftsjahr 2011 dank höherer Erträge und einer verbesserten Kostensituation gesteigert. Zudem konnten die Institute die Kundengelder und die Ausleihungen weiter erhöhen. Im laufenden Jahr will die Bankengruppe das Geschäftsmodell überprüfen.

Der Bruttogewinn stieg im vergangenen Jahr um 6,6% auf 85,8 Mio CHF, der Konzerngewinn gar um 14% auf 60,3 Mio CHF, wie Clientis mitteilte. «Unsere Investitionen in den vergangenen Jahren zahlen sich aus», wird der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Hans Ulrich Stucki, in der Mitteilung zitiert.

Plus von 0,4 % im Zinsengeschäft
Insgesamt erwirtschafteten die Mitgliedsbanken einen Ertrag von 243,2 Mio CHF, was einer Zunahme um 0,9% entspricht. Im Zinsengeschäft, das 82% des Gesamtertrags ausmacht, resultierte ein Plus von 0,4%. Die geringeren Zinsmarge wurde gemäss Mitteilung durch die Volumenausweitung kompensiert.

Geschäftsauswand reduziert
Der Geschäftsaufwand konnte um 1,9% reduziert werden und betrug noch 157 Mio CHF. Während die Personalaufwendungen wegen der erneuten Einstellung neuer Kundenberater höher ausfielen, waren die Sachkosten klar tiefer. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich insgesamt auf 64,7% nach 66,6% im Jahr davor.

Position im Kerngeschäft Immobilienfinanzierung weiter gefestigt
Die Kundenausleihungen der Clientis-Banken stiegen bis Ende 2011 um 4,6% auf 13,3 Mrd CHF, was laut Mitteilung die zweithöchste Wachstumsrate in den acht Jahren des Bestehens der Gruppe bedeutet. Die Banken hätten damit ihre Position in ihrem Kerngeschäft Immobilienfinanzierung weiter gefestigt. Die Kundengelder erhöhten sich um 3,7% auf 10,8 Mrd CHF.

Eigenmittel-Deckungsgrad von 207 %
Weiterhin solide präsentiert sich die Kapitalisierung der Gruppe. Mit einem weiteren Anstieg der Eigenmittel erreicht der Eigenmittel-Deckungsgrad 207% (Vorjahr 205%). Damit halten die Institute mehr als doppelt so viele Eigenmittel wie gesetzlich vorgeschrieben.

Migration auf Finnova abgeschlossen
Abgeschlossen werden konnte der Wechsel auf die Informatikplattform Finnova. Clientis habe zudem den Mitgliedsbanken mit konkreten Vorschlägen aufgezeigt, wie sie ihre Erträge steigern und die Kosten reduzieren könnten. Die Banken machten von den angebotenen Leistungen regen Gebrauch, heisst es.

Überprüfung des Geschäftsmodells
Um den Entwicklungen im Umfeld der Banken und den geänderten Bedürfnissen Rechnung zu tragen, werde das Clientis Geschäftsmodell im laufenden Jahr überprüft, heisst es weiter. Ende 2011 hatten die Bezirkssparkasse Uster und die Sparkasse Horgen angekündigt, per Ende 2012 aus dem Dachverbund auszutreten. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gruppe ein Ergebnis «in Höhe des Vorjahres». Sie will u.a. dank Anstrengungen im Vertrieb zusätzliches Geschäftsvolumen akquirieren, womit es gelingen sollte, die rückläufigen Margen aufzufangen, wie es heisst. (awp/mc/pg)

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