Crédit Agricole verdient wieder Milliarden

Philippe Brassac
Philippe Brassac, Generaldirektor Crédit Agricole. (Foto: Crédit Agricole)

Philippe Brassac, Generaldirektor Crédit Agricole. (Foto: Crédit Agricole)

Montrouge – Die französische Grossbank Crédit Agricole hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung hingelegt. Dank kräftiger Zuwächse im Vermögensverwaltungs- und Versicherungsgeschäft und einem erholten Privatkundengeschäft legte der Überschuss um 50 Prozent auf gut 3,5 Milliarden Euro zu, wie das Institut am Mittwoch in Montrouge bei Paris mitteilte. Damit schnitt es besser ab als von Analysten erwartet.

Die Bank machte Rückgänge im Investmentbanking sowie Kosten für Rechtsstreitigkeiten mehr als wett. Im Oktober hatte das Institut rund 800 Millionen Dollar wegen Verstössen gegen US-Handelssanktionen zahlen müssen. Vom Gewinnplus sollen auch die Aktionäre profitieren, deren Dividende von 35 auf 60 Cent je Anteilsschein steigt.

Neuordnung geplant
Um die Kapitalpuffer zu stärken, steht Crédit Agricole vor einer Neuordnung seiner Verbindung zu den genossenschaftlichen Regionalbanken in Frankreich. Der Konzern ist zu einem Viertel an den gut drei Dutzend Genossenschaftsbanken beteiligt. Diesen Anteil will Vorstandschef Philippe Brassac nun an ein Investmentvehikel der Regionalinstitute zurückgeben.

Der Deal hat einen Umfang von 18 Milliarden Euro und soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Beteiligungsgesellschaft bekommt dafür einen Milliarden-Kredit des Konzerns. Die kleinen Genossenschaftsbanken sollen weiter Mehrheitsaktionär bei ihrem börsennotierten Zentralinstitut bleiben. (awp/mc/ps)

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