Credit Suisse entlässt Manager im Zusammenhang mit Greensill-Fonds

Credit Suisse
(Photo by Jan Huber on Unsplash)

Zürich – Die Credit Suisse hat Mitarbeitende entlassen, die in die Verwaltung der inzwischen in Liquidation begriffenen Greensill-Fonds involviert waren. Die Grossbank bestätigte am Mittwoch auf Anfrage, dass sie aufgrund von Untersuchungsergebnissen zum Greensill-Fall «verschiedene personelle Massnahmen» ergriffen habe. Zuerst hatte die Publikation «Inside Paradeplatz» darüber berichtet.

Zu den Massnahmen gehörten auch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und empfindliche Geldstrafen durch Vergütungsanpassungen, erklärte ein CS-Sprecher auf AWP-Anfrage. Laut dem Bericht von «Inside Paradeplatz» handelt es sich bei den Entlassenen um zwei Manager der CS Asset Management-Division (CSAM), die wegen des Debakels um die Greensill-Fonds bereits suspendiert worden waren.

Resultate der internen Untersuchung stehen noch aus
Die personellen Massnahmen erfolgen laut dem Sprecher im Zusammenhang mit «vorläufigen Untersuchungsergebnissen» zu Greensill. Die Ergebnisse seien den Aufsichtsbehörden mitgeteilt worden. Die Resultate der internen Untersuchung zu den Vorgängen im Greensill-Fall werden seit längerer Zeit erwartet. Allerdings ist es offenbar noch nicht sicher, ob diese der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Millionen-Rückforderung an Varvel?
Empfindliche Geldstrafen könnten auch den langjährigen CS-Manager Eric Varvel treffen, dessen Abgang die CS am Montag bestätigt hatte. Gemäss einem Bericht der «Financial Times» will die Grossbank von Varvel Lohnbestandteile von bis zu 10 Millionen US-Dollar zurückfordern.

Unter Leitung von Varvel hatte die CS die mit der Greensill Capital geführten Lieferketten-Finanzierungsfonds (Supply Chain Finance Funds SCFF) aufgesetzt. Die Fonds, die bis zu 10 Milliarden Dollar Vermögen verwalteten, wurden im Frühling 2021 eingestellt und werden derzeit liquidiert. Dabei drohen den Fondsanlegern namhafte Verluste. (awp/mc/pg)

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