Credit Suisse gemäss UBS-Studie unterkapitalisiert

Brady Dougan
Blooberg & Bernhard Bauhofer Credit Suisse

CS-CEO Brady Dougan.

Zürich – Die Credit Suisse soll unterkapitalisiert sein. Dies schreibt die Zeitung «Sonntag» mit Verweis auf eine bisher unveröffentlichte Studie der UBS. Diese Studie, welche einen Blick auf die Kapitalisierung der grössten europäischen Banken geworfen habe, messe die Credit Suisse vor allem an ihrer Leverage-Ratio. Diese beschreibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme. Trotz Kapitalerhöhung weise die CS basierend auf den aktuellen Zahlen im internationalen Vergleich einen sehr hohen Hebel auf, zitiert die Zeitung aus der Studie.

Je nach Berechnungsgrundlage würden Leverage Ratios zwischen 2 und 3% resultieren. In einer Betrachtungsweise, welche die künftig in der Schweiz geltenden Regeln anwende, hätte die CS eine Leverage Ratio von rund 2%. Um die künftig geltenden Regeln bereits Ende Jahr zu erfüllen, müsste die Credit Suisse gemäss der Studie per Jahresabschluss 2012 die Bilanz und ausserbilanzielle Engagements voraussichtlich um 250 Mrd CHF kürzen.

Zwar würden derzeit noch Übergangsfristen gelten, die UBS-Analysten würden aber dafür plädieren, die strengeren Regeln bereits heute in Betracht zu ziehen, so wie dies auch die SNB sehe.

Wetten gegen CS-Aktie
Weiter heisst es in dem Artikel, dass bereits die ersten Hedge Funds gegen die CS-Aktien spekulieren würden. Die Zeitung beruft sich dabei auf Händlerkreise.

Am vergangenen Donnerstag hat die Credit Suisse anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen verlauten lassen, dass die Bilanz bis Ende 2013 um 130 Mrd CHF gekürzt werden soll. Die Leverage Ratio soll gemäss der CS mittelfristig auf gegen 5% steigen. (awp/mc/ps)

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